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Kulturelle Bildung und Rechtspopulismus: Perspektiven, Herausforderungen, Chancen und Grenzen

Die Regionalkonferenz des Qualitätsverbundes „Kultur macht stark“ ging am 12. Juni in der Akademie der Kulturellen Bildung der Frage nach, wie Kulturelle Bildung mit rechten Jugendszenen aussehen könnte, die rechtsextremes Verhalten weder unterstützt noch unbeachtet lässt.

Populistische Strömungen und rechtsextremistische Ausschreitungen haben in Europa neue Dimensionen erreicht. Jugendliche sind dabei zu einer der wichtigsten Zielgruppen des Rechtsextremismus geworden. Die Regionalkonferenz des Qualitätsverbunds „Kultur macht stark“, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird, lotete Perspektiven, Widersprüche und Ansätze von Kultureller Bildung innerhalb rechter Jugendszenen aus.

In einer Keynote gab Stefan Woßmann vom Respekt Büro Dortmund Einblicke in Musik, Mode und Codes rechter Jugendkultur, während Prof. Anja Beisand (Technische Universität Dresden) Erfahrungen aus der politischen Bildung für die kulturelle Bildungsarbeit aufzeigte.

Vier Workshops boten den Konferenzteilnehmer*innen die Gelegenheit, Impulse aus der Praxis aufzunehmen. Vertreter*innen aus Initiativen und Projekten stellten darin Ansätze vor, wie lebensweltorientierte Kulturelle Bildung mit rechten Jugendlichen aussehen kann. Darunter Konzepte aus der Theaterarbeit und Kunstvermittlung.

In einer abschließenden Podiumsdiskussion, die der WDR3 für das Kulturpolitische Forum aufzeichnete, diskutierten Expert*innen aus der Kulturellen Bildung, Politik und Verbänden. Dabei stand die Frage im Mittelpunkt, wie man rechtsorientierten Jugendlichen Teilhabe an Kultureller Bildung ermöglicht, um sie aus rechtsextremen Strukturen zu lösen. „Rechtsorientierte Jugendliche als Zielgruppe Kultureller Bildungsarbeit einzubeziehen, ist ein Schritt, um allen Bevölkerungsgruppen gesellschaftliche Integration zu ermöglichen und Veränderungsimpulse anzustoßen. Wir müssen aber in der grundlegenden Konzeption die entsprechenden Voraussetzungen schaffen, um eine solch integrative Kulturelle Bildung zu ermöglichen“, so Prof. Christian Höppner vom Deutschen Kulturrat.

Auch die Direktorin der Akademie, Prof. Dr. Susanne Keuchel betonte: „Wenn wir den Anspruch ‚Kulturelle Bildung für alle‘ verfolgen, müssen wir alle Bevölkerungsgruppen mitdenken. Auch diejenigen, die in ihrem Werteverständnis deutlich vom eignen Denken abweichen.“

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