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Überblick gewinnen, behalten, vermitteln - Urteilsbildung in Zeiten von demokratischen Fassaden, Verschwörungstheorien und Fake News

Aus der Reihe Kunst-Medien-Manipulation

Im Netz und den Sozialen Medien, im Beruf, in der Freizeit, auf der Straße oder im Verein – tagtäglich sind wir gefordert uns Urteile über den Wahrheitsgehalt von Informationen zu bilden. Wir müssen einschätzen können durch wen und durch was wir selbst, unsere Kinder, unsere Schülerinnen und Schüler oder die Jugendlichen mit denen wir arbeiten beeinflusst werden und wir müssen Strategien finden und vermitteln können, um zu begründeten Urteilen zu kommen.

Angesichts der Fülle widersprüchlicher Nachrichten und einer nie dagewesenen Verbreitungsgeschwindigkeit von Informationen, angesichts bewusst komponierter Fehlinformationen, unbelegter Behauptungen, Falschmeldungen und deren Verbreitung über reichweitenstarke Blogs und Internetforen ist dies ungleich schwerer geworden. Auch ist es nicht einfach hinter die Fassade von als Freunde der Demokratie getarnten antidemokratischen Organisationen zu blicken oder Verschwörungstheorien als solche zu erkennen, noch schwerer mit Narrativen umzugehen, die nicht gänzlich falsch sind, aber auf Halbwahrheiten beruhen.

Hier setzt das Tagesseminar an. Im Rahmen praktischer Übungen lernen Sie von einem Journalisten, wie und wo sich sachkompetente Informationen recherchieren, relativ neutrale von interessegeleiteten Quellen und intersubjektiv nachprüfbare Fakten von Interpretationen, Halbwahrheiten und Verschwörungstheorien unterscheiden lassen. Sie erfahren, wie Sie antidemokratische oder extremistische Organisation erkennen, die sich als bürgerlicher Kultur- und Bildungsverein tarnen und diskutieren Wege, wie Sie als Eltern oder Pädagogen Meinungsbildungsprozesse und Urteilsbildung von Kindern und Jugendlichen unterstützen können.

Kosten:
Kursgebühr 90,00 €

Kursleitung:
Volker Siefert
Der Leiter des Workshops arbeitet mit den oben genannten Arbeitsschwerpunkten als freier Journalist für den Hessischen Rundfunk und andere Medien

Ort:
Raum X und F

Termin und Anmeldung: 16.10.2017 (OP 437)

Information:
Dolores Smith Tel: 02191 794 -200 /-199 - smith@kulturellbildung.de

Katharina Gianni  Tel: 02191 794 198 - gianni@kulturellbildung.de

Erfolgreich Fördermittelanträge stellen

Welche Strategie hilft, um erfolgreich Fördermittelanträge zu stellen? Die doppelte Summe beantragen, um das zu bekommen, was ich für mein Projekt wirklich brauche? Die Situation vor Ort als besonders bedrohlich darstellen? Das immer gleiche Projekt einfach so beschreiben, dass es in die gerade verfügbare Förderlinie passt? Viele Träger und Institutionen unternehmen jedes Jahr erhebliche Anstrengungen, um Fördermittel für ihre Projekte zu bekommen. Oftmals werden die Anträge von Personen geschrieben, die kreative und engagierte Menschen sind, ohne die die Kunstkurse, die Kinder- und Jugendarbeit oder das laufende Programm des Hauses nicht stattfinden würden. Leider kennen diese Mitarbeiter*innen die „andere Seite“ zu wenig. Was ist der politische Hintergrund gerade für diesen Fördertopf? Wie sehen die Bewertungskriterien aus? Macht es überhaupt Sinn, dort einen Antrag zu stellen? Werden dort auch Projekte gefördert, die schon von einer anderen Institution gefördert wurden? Welche Kosten werden nicht übernommen?

Diese Fragen stehen im Mittelpunkt dieses Workshops. Neben den Informationen zur Verständlichkeit von Leitlinien, zur Entwicklung von Leit-, Mittler-, und Handlungszielen, den Basics zum Zuwendungsrecht und von Bewertungskriterien der Förderinstitutionen wird in einer Fallgruppenarbeit ein Projekt entwickelt und bewertet. Es gibt viel Raum für Nachfragen zu Anträgen und Projektvorhaben der Teilnehmer*innen.

Termin und Anmeldung:  27.09.2017 (OP 441)

Kosten: 85,00 Euro (inklusive Tagesverpflegung)

Referentin:
Ute v. Seckendorf hat ca. 10.000 Anträge gelesen und etwa 4500 Projekte gefördert und ca. 150 Millionen Euro umgesetzt. Sie hat alle Programme der Bundesregierung gegen Rechtsextremismus (Civitas, Kompetent für Demokratie, Vielfalt tut gut, Zusammenhalt durch Teilhabe) entwickelt. Sie ist Expertin der Kriminalprävention, Stiftungs-und Kulturmanagerin und Direktorin des Institutes für Beratung, Bildung und Begleitung in Dresden. Aktuell ist sie als Gutachterin von Modellprojekten für das BMFSFJ tätig.

Information:
Dolores Smith Tel: 02191 794 -200 /-199 - smith@kulturellbildung.de

Katharina Gianni  Tel: 02191 794 198 - gianni@kulturellbildung.de

ORGANIC ACROBATICS - Mit Feldenkrais zur Erweiterung unserer Bewegungsspielräume bis hin zur dynamischen Partnerakrobatik

Von kleinen, achtsamen und ohne Mühe ausgeführten Bewegungserkundungen bis zur Akrobatik ist es gar nicht so ein weiter Weg!

Wie bekommen wir diese scheinbaren Gegensätze zusammen?

In Feldenkrais Lektionen schauen wir in die Details einer Bewegung. Wir erkunden die Qualität und Optionen und stellen eine Art “fine tuning” her. Körperliche Grenzen werden akzeptiert und Bewegung nicht erzwungen. Allein durch dieses genaue Hinschauen aber, verändert sich unsere Bewegungsqualität und unsere Koordination. Der Bewegungsspielraum erweitert sich sozusagen von innen heraus. Wenn die kleine Bewegung mühelos und integriert ist, kann sich diese Qualität ausweiten in Raum und Dynamik!

Das halbe Geheimnis von geschmeidiger Bewegung liegt in koordinierter Gewichtsver- lagerung – nirgends leichter zu erkunden als in Rollen. Wir schauen uns alle Zutaten, Richtungen und Körperflächen anund befreunden uns dabei mit dem Boden. Der Boden wird nicht weicher, aber wir können es werden!

Handstände: Kopfüber-Sein fasziniert uns – und kann Angst machen... Auch hier erkunden wir die Details des ganzen Bewegungsorchesters. Wir erforschen die Übergänge, das integrierte Zusammenspiel von Hand (Kopf) bis Fuß und – en passant – einige spielerisch-kunstvolle Variationen alleine und zu zweit.

Der Kurs ist offen für alle, die ihre Bewegungsspielräume erweitern möchten und Neugierde und Freude an Bewegung haben. Er eignet sich auch für Menschen mit Handicap, die neue Bewegungsmuster erkunden möchten. Wenn Sie sicher gehen möchten, ob der Kurs richtig für Sie ist, rufen Sie uns gern an oder schicken Sie eine Mail.

Kosten: Kursgebühr 60,00 €
Übernachtung und Verpflegung können dazu gebucht werden: Es stehen Zimmer unterschiedlicher Ausstattung und Preisklassen zur Verfügung. Falls Sie nicht in der Akademie übernachten, aber die Verpflegung mitbuchen möchten, bitte bei der Anmeldung angeben.

Kursleitung: Claudia Schnürer
Sie hat in Berlin Artistik und Heilkunde studiert und in England und Deutschland die Feldenkrais-Methode. Sie ist Dozentin im Fachbereich Physical Theatre an der Folkwang Universität der Künste in Essen. 2009-2015 war sie Director of the Undergraduate Theater Program an der Accademia dell´ Arte in der Toskana, Italien und unterrichtete Bewegung für Schauspieler*innen

Termin und Anmeldung: 25. - 26.09.2017 (OP 440)

Information:
Dolores Smith Tel: 02191 794 -200 /-199 - smith@kulturellbildung.de

Katharina Gianni  Tel: 02191 794 198 - gianni@kulturellbildung.de

Vom Jugendzimmer ins islamistische Utopia? Religiös begründeter Extremismus unter Jugendlichen in Deutschland

Eine Fortbildung zu Hintergründen, Interventions- und Präventionsmöglichkeiten

Es ist kein neues Phänomen, dass Jugendliche und junge Erwachsene auf der Suche nach Identität, Sinn und ihrer zukünftigen Rolle in der Gesellschaft einen radikalen Wandel in ihrer Lebensführung vollziehen. Manche brechen dabei auch ihre familiären und sozialen Beziehungen ab, um sich Gruppen mit eindimensionalen Weltbildern anzuschließen.

Eine völlig neue Herausforderung für Eltern, Lehrer und Beschäftigte in Jugendhilfe und Sozialarbeit sind jedoch die Phänomene Salafismus und religiös begründete Menschenfeindlichkeit. Wie kommt es dazu, dass junge Menschen in kürzester Zeit ihr ganzes bisheriges Leben aufgeben? Wie kann es sein, dass in dieser Gesellschaft sozialisierte junge Menschen Extremisten folgen, die sie zu brutalster Gewalt, Mord und Selbsttötung aufrufen? Was treibt sie in die Radikalisierung? Mit welchen Mitteln gelingt es Salafisten und anderen Extremisten junge Menschen zu diesen radikalen Schritten zu bewegen? Welche Rolle spielen dabei Online-Medien und eine professionell inszenierte Videopropaganda? Und was können Eltern, Lehrer, in der Jugendhilfe Tätige dagegen tun?

Das Tagesseminar informiert über die Hintergründe der Phänomene „Salafismus“ und Radikalisierung. Es stellt praxisnah Interventionsstrategien und Möglichkeiten der Prävention vor. Zudem besteht die Möglichkeit zu kollegialen Fallberatungen

Termin und Anmeldung:
19. September 2017 (OP 408) von 09:30 h bis 17:00 h

Ort:
Akademie der Kulturellen Bildung, Raum W (Workshops in Raum M und N)

Kosten:
Kursgebühr 10,- € / 20,- € für ganztägige Verpflegung
(für Eltern mit geringen Einkünften kostenfrei)

Information:
Dolores Smith
Fon: 02191/794-200
E-mail:smith@kulturellebildung.de

Katharina Gianni
Fon: 02191/794-198
E-Mail: gianni@kulturellebildung.de

Akademie der Kulturellen Bildung
Küppelstein 34
42857 Remscheid