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Kulturelle Bildung und Populismus: Herausforderungen, Chancen und Grenzen

Am 9. Oktober lud die Programmbegleitende Qualitätsentwicklung PROQUA „Kultur macht stark“ zur Fachkonferenz in die Akademie der Kulturellen Bildung ein. Mit Blick auf den verstärkten Zulauf zu populistischen Strömungen thematisierte die Tagung „Kulturelle Bildung und Populismus“ die kulturellen Räume und Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen und diskutierte Wege zur Prävention.

Bei der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Konferenz stand die Frage im Mittelpunkt, wie außerschulische kulturelle Bildungskonzepte aussehen sollten, die jungen Menschen mit populistischen Tendenzen anerkennend, aufklärend und inkludierend gegenübertreten. Die Tagung, die mit Unterstützung des Deutschen Bühnenvereins stattfand, vertiefte einen Diskurs, den der Qualitätsverbund „Kultur macht stark“ angestoßen hatte. In Vorträgen und Workshops ergründete sie, welche kulturellen Bildungsangebote sich eignen, um den Bedürfnissen der Jugendlichen nach Zugehörigkeit, Halt und Orientierung gemeinschaftsstiftend zu begegnen.

Mit Vorträgen zum Spannungsfeld von Kultureller Bildung und Populismus sowie zu rechtsextremen und islamistischen Szenen kreiste die Konferenz das Thema zunächst aus wissenschaftlicher Perspektive ein. Drei Workshops vermittelten Ansätze zur Prävention und Intervention bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Die Bandbreite reichte von Konzepten aus der Theater- bis Medienpädagogik und narrativ-lebensweltorientierten Methoden.

Die abschließende Podiumsrunde mit Prof. Dr. Harry Harun Behr (Goethe-Universität Frankfurt), Marc Grandmontagne (Deutscher Bühnenverein), Lamya Kaddor (Liberal-Islamischer Bund) und Prof. Dr. Susanne Keuchel (Akademie der Kulturellen Bildung) brachte Perspektiven aus Kultur, Religion, Wissenschaft und Pädagogik zusammen. Die Diskussionsrunde stellte sich selbstkritisch den Fragen nach dem richtigen Umgang mit populistischen Zielgruppen. Dabei standen nicht nur Herausforderungen und Chancen im Mittelpunkt, sondern auch mögliche Grenzen für die Kulturelle Bildung. Die abschließende Gesprächsrunde der Tagung wurde vom WDR3 mitgeschnitten und im Kulturpolitischen Forum ausgestrahlt. Hier geht es zum Podcast der Sendung.

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