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'Wer sind wir?' im postdigitalen Zeitalter: Jugendliche tauschen sich bei Trend-Börse über kreative Ausdrucksformen aus

Jugendliche und junge Erwachsene stellten am 16. und 17. Februar bei der Trend-Börse „Wer sind wir?“ in der Akademie der Kulturellen Bildung ihre kreativen Ausdrucksformen und Interessen rund um Bilder, Musik, Gaming und Sprache vor. In zahlreichen Barcamp-Sessions tauschten sie sich zu Themen von Storytelling, Youtube, Bloggen bis Musik, Performance und Theater aus. Eingebettet war die Trend-Börse in ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Forschungsprojekt zur Kulturellen Bildung in digitalisierten Räumen.

Zwei Tage lang konnten rund 50 Jugendliche bei der Trend-Börse nicht nur Gadgets wie VR-Brillen oder angesagte Spielmöglichkeiten wie Escape-Rooms ausprobieren. Vor allem ihre eigenen künstlerischen Ausdrucksformen und kreativen Ventile durch neue medienkulturelle Techniken standen im Mittelpunkt. So organisierten die Jugendlichen eigenständig Sessions und Workshops zu selbst vorgeschlagenen Themen wie Rap, Kunst 2.0 oder digital Storytelling.

Das Barcamp war Teil des Forschungsprojekts „Postdigitale Kulturelle Jugendwelten“, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der „Richtlinien zur Förderung von Forschungsvorhaben zur Kulturellen Bildung“ gefördert wird. In Kooperation mit dem Fachbereich Medien der Akademie der Kulturellen Bildung untersucht das Verbundvorhaben des Instituts für Bildung und Kultur (IBK) und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) unter Leitung von Prof. Dr. Susanne Keuchel und Prof. Dr. Benjamin Jörissen die heutigen Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen, deren künstlerisch-kreative Praxis zunehmend von digitalen Netzwerken, mobilen Gadgets, Apps und Algorithmen geprägt sind.

Das Projekt soll neue Methodeninstrumente zur Weiterentwicklung der Kulturellen Bildung unter digitalisierten Bedingungen erarbeiten mit Blick auf Aspekte wie Bildung und Teilhabe. Die im Rahmen des Barcamp erhobenen Daten dienen als Grundlage für die weitere Forschungsarbeit. Eine forschungsmethodische Frage des Projekts, ob das Barcamp als qualitative Erhebungsmethode genutzt werden kann, konnte schon zum Abschluss des Barcamps positiv beantwortet werden: Die gelungene eigenständige Gestaltung und Ausführung der Sessions bot nicht nur wertvolle Einblicke in die Relevanzsetzungen der Jugendlichen, sondern ermöglichte zudem, die mediale wie interaktive Umsetzung beobachten zu können.

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