Fake’n’Fun in Kunst und Baukultur

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Fälschungen als Experiment

Was ist echt – und was wirkt nur so? Wer falsche Tatsachen erfindet, spielt nicht nur mit der Wahrheit, sondern auch mit der Öffentlichkeit selbst und entlarvt dabei ihre Mechanismen. „Fake“ bezeichnet je nach Kontext unterschiedliche Phänomene in Medien, Politik, Kunst und Kultur – von Nachahmung bis hin zu böswilliger Fälschung. Fakes können Experiment oder Manipulation sein. In jedem Fall verraten sie etwas über uns, unsere Bedürfnisse und die gesellschaftlichen Verhältnisse.

In diesem Kurs beschäftigen Sie sich mit mehr und weniger offensichtlichen Fakes, deren Beschaffenheit, Funktion und Rezeption in Kunst und Baukultur. Sie untersuchen spielerische, ironische und subversive Strategien in Kunst, Architektur und Stadtraum: von Fassaden-Illusionen, temporären Architekturen und Mockups über digitale Simulationen, künstliche Materialien, KI-Bilder bis hin zu spekulativen Entwürfen. Dabei stehen Fragen nach Authentizität, Autor*innenschaft, Macht und gesellschaftlicher Konstruktion von Wirklichkeit im Zentrum.

Mit selbst kreierten Fakes experimentieren Sie im öffentlichen Raum und dokumentieren, was dann passiert. Trauen Sie keiner Aktion, die Sie nicht selbst gefälscht haben!

Schwerpunkte

  • Fake als künstlerische Strategie: Täuschung, Humor, Ironie, Camouflage
  • Baukulturelle Fiktionen: Attrappe, Kulisse, Simulation
  • Fake-Kultur und ihre mediale Beschleunigung
  • Methoden für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen: Fakes erfinden und erproben

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