Interkulturelle Lesereihe: Feridun Zaimoglu
Kursinhalt und Buchung
Veranstaltungsort
Zentralbibliothek Remscheid
Scharffstraße 4–6
42853 Remscheid
15.04.2026 um 19:00 h (Einlass 18:30)
Kosten
Der Eintritt zur Abendveranstaltung ist frei. Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig.
Lesung und Gespräch mit dem Autor
Am 15. April 2026 ist der Autor Feridun Zaimoglu Gast der Interkulturellen Lesereihe. Zaimoglu liest in der Zentralbibliothek Remscheid aus seinem 2025 erschienenen autofiktionalen Roman „Sohn ohne Vater“. Feridun Zaimogluwuchs als Kind einer türkischen Familie in Deutschland auf und ist seit seinem Roman „Kanak Sprak“ (1995) ein vielfach ausgezeichneter Schriftsteller und engagierter Journalist. Seine Romane, Erzählungen und Theaterstücke beschäftigen sich mit dem Leben von Menschen am Rande der Gesellschaft und den Schicksalen eingewanderter Frauen und Männer in verschiedenen Generationen.
In seinem autofiktionalen Roman „Sohn ohne Vater“ (2025) begibt sich der seit langem in Deutschland lebende Ich-Erzähler nach der Nachricht vom Tod seines Vaters auf die Reise in die Türkei, um seiner Mutter beizustehen. Während er sich mit zwei Freunden in einem Wohnmobil über die Balkanroute allmählich den Ursprüngen seiner Herkunft nähert, entfernt er sich zugleich aus der vertrauten Oberfläche seines Daseins und taucht ein in die Erinnerungen an den Vater. Skurrile und teils gefährliche Situationen auf der Reise verbinden sich mit Rückblicken zu einem komplexen Gefüge. Es geht um Liebe und Verlust, um Abreisen und Ankommen. „Sohn ohne Vater“ ist ein zutiefst persönlicher Roman, erzählt mit Augenzwinkern und Melancholie zugleich. Gefühle der Entfremdung und Entwurzelung, Konflikte zwischen Tradition und Freiheit bis hin zu Auseinandersetzung mit einer Identität zwischen den Kulturen durchziehen ihn.
Feridun Zaimoglu ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland und in der Akademie der Freien Künste Hamburg, sowie Mitbegründer von PEN Berlin.
Moderation
Dr. Jutta Höfel, Wolfgang Luge
Kooperationspartner