Medienkultur

Ansätze für eine interdisziplinäre Medienbildung

Medienkultur beschreibt, wie Medien gesellschaftliche Prozesse strukturieren, wie sie Öffentlichkeit herstellen, wie sie kulturelle Praktiken ermöglichen und welche Machtverhältnisse, Teilhabechancen und Ausschlüsse damit verbunden sind. Mit der medialen Entwicklung stellen sich immer neue Fragen: Wer hat Zugang zu welchen Medien? Wie beeinflussen Algorithmen die Wahrnehmung? Welche Rolle spielen Plattformen für die politische Meinungsbildung? Und wie können Menschen jeden Alters zu selbstbestimmten, kritischen und kreativen Gestalter*innen der Medienkultur werden?

Dieser Kurs verbindet theoretische Grundlagen mit praktischen Ansätzen der Medienbildung. Sie lernen zentrale Konzepte der Medienkulturforschung kennen, reflektieren die gesellschaftlichen und politischen Dimensionen digitaler Medien und entwickeln Konzepte für medienpädagogische Projekte mit unterschiedlichen Zielgruppen.

Schwerpunkte

  • Grundlagen der Medienkultur (Mediatisierung, Konvergenz, politische Medienbildung)
  • Gesellschaftliche und politische Dimensionen (Teilhabe und Ausschluss, Desinformation, Filterblasen, Hassrede, Algorithmen und Big Data, Medien und Demokratie)
  • Praktische Medienbildung (Medienprojekte für Kinder und Jugendliche, generationsübergreifende Medienarbeit)

Termin

Kursgebühr

290 €

Unterkunft & Verpflegung

296 €

Kursleitung

Horst Pohlmann
Walter Staufer (Politischer Bildner und Kulturreferent)
Frederik Steen (Moderator und Medientrainer)

Ort / Format

Kursnummer

C409

Fragen zu Kurszeiten und Abläufen?

Hier finden Sie Antworten auf die häufig gestellten Fragen rund um die Buchung und Teilnahme an unseren Kursen. Wir sind da, um zu helfen. Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Sie Fragen zu dieser oder anderen Veranstaltungen haben.

Kursleitung

  • Portraitfofo Horst Pohlmann

    Horst Pohlmann

    Dozent für Medienpädagogik

    Diplom-Sozialpädagoge, Medien-Spiel-Pädagoge (M. A.). Bis 2006 Mitarbeit bei der Fachstelle Medienpädagogik/Jugendmedienschutz des Amts für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Köln; 2007 bis 2015 Co-Leitung von Spielraum – Institut zur Förderung von Medienkompetenz am Institut für Medienforschung und Medienpädagogik der TH Köln. 2012 bis 2023 Koordination des Weiterbildungsstudiengangs „Handlungsorientierte Medienpädagogik“ der Donau-Universität Krems und der TH Köln in Kooperation mit der Akademie der Kulturellen Bildung. Gastdozent in den Master-Studiengängen „Game Studies“ der Donau-Universität Krems und „Spiel- und Medienpädagogik“ der Ernst-Abbe-Hochschule Jena. Ehrenamtliches Aufsichtsratsmitglied der Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW in Trägerschaft des ComputerProjekt Köln e. V.

  • Portraitfofo Walter Staufer, mit halber Gesichtshälfte als KI-Roboter

    Walter R. W. Staufer

    Gastdozent*in

    Walter R.W. Staufer ist Politologe und Medienpädagoge. Ab 1985 arbeitete er als Dozent für politische Bildung an der Zivildienstschule Karlsruhe. 2005 wurder er Referent an der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien. Von 2013 bis 2018 war er Referent bei der Bundeszentrale für politische Bildung in Bonn. Seine Schwerpunkte sind die Entwicklung neuer medienpädagogischer Angebote, Big Data, Digitaler Wandel und Künstliche Intelligenz. Staufer veranstaltete die Bonner Gespräche zu „Big Data und informationelle Selbstbestimmung“ (WCCB) und ist Mitherausgeber des Bandes „Medienkompetenz“ der bpb. Als Gastdozent an der Akademie der Kulturellen Bildung wirkte er im „Big Data Labor“, beim Symposium „KI.Kultur.Bildung: Künstliche Intelligenz, Deep Learning, Robotik … Kulturelle Herausforderungen des posthumanen Zeitalters“ mit und veranstaltete seit 2022 verschiedene KI-Labore. Aktuelle Veröffentlichung mit Horst Pohlmann und Susanna Endres: „Künstliche Intelligenz in der kulturellen Bildung“ im Kopaed Verlag.

  • Frederik Steen

    Gastdozent*in

    Moderator und Medientrainer

Der Tagungsort

Die Akademie der Kulturellen Bildung

Die Akademie liegt zwischen Köln, Düsseldorf und Wuppertal – mitten in der Natur. Hier finden Sie alle Informationen zu unserem Tagungsort.

Häufig gestellte Fragen

Wie sind die Kurszeiten?

Unsere Kurse beginnen in der Regel am Nachmittag. Kurszeiten sind von 9/9:15 Uhr bis 12:15/12:30 Uhr sowie von 15 Uhr bis 18:15 Uhr. Abweichende Kurszeiten sind in den Ausschreibungen angegeben. In vielen Kursen findet auch noch eine Abendeinheit statt. Zwischen Mittagessen und Kaffeepause gibt es eine 90-minütige Mittagspause – für Gespräche, zum Besuch der Bibliothek oder für einen erholsamen Spaziergang durch den umliegenden Wald. Kursgruppen präsentieren ihre Ergebnisse donnerstagabends den Teilnehmenden anderer Kurse sowie Gästen als Mitmachaktion, Ausstellung, Medienvorführung oder im Rahmen einer öffentlichen Vorstellung.

Kann ich für den Kurs eine Förderung erhalten?

In Nordrhein-Westfalen sind unsere Kurse als Bildungsurlaub anerkannt. Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, dass Sie den Kurs als Bildungsurlaub nutzen möchten, und wir senden Ihnen die benötigten Unterlagen zu. In den anderen Bundesländern stellen wir gern einen Antrag auf Anerkennung unter Berücksichtigung der vorgegebenen Bedingungen des jeweiligen Landes. Weitere Fördermöglichkeiten für Ihre Weiterbildung finden Sie unter Bildungsurlaub und Förderungen.

Wann bekomme ich die Rechnung und wie kann ich bezahlen?

Etwa 3 Wochen vor Kursbeginn erhalten Sie von uns die Rechnung für die Kursgebühr sowie die Unterkunft/Verpflegung. Bitte begleichen Sie den Rechnungsbetrag per Überweisung bis zu Ihrer Anreise, damit wir Ihre Teilnahme bestmöglich vorbereiten können.

Kontakt

Haben Sie Fragen zur Anmeldung oder zum Ablauf?

Wir freuen uns, von Ihnen zu hören.
Kontaktieren Sie uns über info@kulturellebildung.de
oder über +49 (0) 2191 794 0