Strategien für eine nachhaltige Medienarbeit
Digitale Medien prägen nicht nur grundlegend die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen, sie stehen zugleich verstärkt im gesellschaftlichen und politischen Fokus. Debatten um Social-Media-Verbote oder strengere Regulierungen machen deutlich: Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe sind mehr denn je gefordert, junge Menschen kompetent bei der Mediennutzung zu begleiten, Orientierung zu bieten und medienpädagogisch fundiert zu handeln.
Doch wie gelingt es, medienpädagogische Angebote nicht nur punktuell umzusetzen, sondern nachhaltig in Strukturen, Teamprozesse und Konzepte zu integrieren? Dieser Kurs unterstützt Sie als Fachkraft dabei, Medienpädagogik strategisch weiterzudenken, eigene Kompetenzen zu stärken und als Multiplikator*in im eigenen Arbeitsfeld wirksam zu werden.
Ziel der Fortbildung ist es, dass Einrichtungen fundiertes medienpädagogisches Wissen aufbauen, fachliche sowie rechtliche Handlungssicherheit im Umgang mit digitalen Medien gewinnen und medienpädagogische Strategien langfristig etablieren können.
Schwerpunkte
- Medienpädagogische Grundlagen (Orientierung und Haltung)
- Digitale Lebenswelten (Faszination verstehen und begleiten)
- Der rechtliche Rahmen (Grundkenntnisse erwerben und handlungsfähig bleiben)
- Mediale Risiken und Potenziale
- Medienpädagogik zukunftsfähig machen
Termin
Kursgebühr
233 €
Unterkunft & Verpflegung
296 €
Kursleitung
Laura Mukherjee (Erziehungswissenschaftlerin; Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW)
Ort / Format
Kursnummer
C396
Fragen zu Kurszeiten und Abläufen?
Hier finden Sie Antworten auf die häufig gestellten Fragen rund um die Buchung und Teilnahme an unseren Kursen. Wir sind da, um zu helfen. Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Sie Fragen zu dieser oder anderen Veranstaltungen haben.
Wochenplan
Tag 1: Medienpädagogische Grundlagen (Orientierung und Haltung)
Was bedeutet eigentlich Medienkompetenz? Mit medienpädagogischen Basiswissen steigen Sie in die Thematik der Medienkonzeptentwicklung ein. Sie erfahren, wie Sie als Multiplikator*innen den medienpädagogischen Strategieprozess in Ihrer Organisation gestalten können. Dazu formulieren Sie verschiedene medienpädagogische Haltungen und erfahren, wie Sie mögliche Veränderungsprozesse im Team anstoßen können.
Tag 2: Digitale Lebenswelten (Faszination verstehen und begleiten)
Um digitale Lebenswelten, die Bedürfnisse und Nutzungsmotive der jungen Zielgruppen zu verstehen, tauchen Sie zunächst selbst in Social Media und Gaming ein. Daraus leiten Sie die Bedeutung einer lebensweltorientierten Haltung für die Medienpädagogik ab. Im Fokus stehen dabei Beteiligungsmethoden und deren Einsatz bei der Medienkonzeptentwicklung.
Tag 3: Der rechtliche Rahmen (Grundkenntnisse erwerben und handlungsfähig bleiben)
Bei dem Exkurs ins Medienrecht gewinnen Sie Einblicke in die verschiedenen Grauzonen der Verwendung von Bild, Text und Ton und erfahren, wie Sie dennoch handlungsfähig bleiben. Sie arbeiten mit praxisnahen Fallbeispielen – auch aus Ihrem pädagogischen Arbeitsalltag. Sie gehen der Frage nach, wie ein sicherer Nutzungsrahmen für digitale Medien aussehen könnte, um souverän in Konfliktsituationen zu agieren.
Tag 4: Mediale Risiken und Potenziale
Wie wirken digitale Medien insbesondere auf junge Menschen, und welche Gefahren können ihnen im Umgang damit begegnen? Sie untersuchen Risikobereiche und entwickeln Strategien, diese pädagogisch aufzufangen und zu begleiten. Durch die Auseinandersetzung mit den Risiken entdecken Sie auch die darin liegenden Chancen für pädagogische Fachkräfte und die Zielgruppe, medienkompetenter zu werden und Gefahren zukünftig vorzubeugen.
Tag 5: Medienpädagogik zukunftsfähig machen
Zum Abschluss schauen Sie auf alle Bausteine, die Sie für ein nachhaltiges medienpädagogisches Konzept und Arbeiten benötigen. In der Gruppe reflektieren Sie, wie Transfer und Verstetigung gelingen können und welche Faktoren den Prozess beeinflussen. Abschließend definieren Sie Ihre Rolle als Multiplikator*innen für die individuelle Praxis.
Kursleitung
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Laura Mukherjee
Gastdozent*in
Laura Mukherjee absolvierte den Bachelor Intermedia an der Universität zu Köln und studiert im Master allgemeine Erziehungswissenschaften. Seit 2019 unterstützte sie die Fachstelle für Jugendmedienkultur zunächst als studentische Hilfskraft und arbeitet seit 2021 als Fachkraft in verschiedenen medienpädagogischen Projekten. Neben der Konzeption und Durchführung von Veranstaltungen rund um die Bereiche Jugendkultur, kreative Medienarbeit und Medienbildung unterstützt sie durch medienpädagogische Fortbildungen sowie Workshops den Digitalisierungsprozess in Kitas, Schulen sowie der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit. Seit Ende 2021 liegt Lauras Mukherjees Fokus auf der Beratung von Einrichtungen der Jugendarbeit und Jugendhilfe bei ihrem individuellen Weg zur Medienkonzeptentwicklung. Im Rahmen ihrer Aufgabe als Fachbereichsleitung betreut sie seit 2023 Projekte, die sich mithilfe interdisziplinärer Ansätze der medienpädagogischen Beratung und Fortbildung widmen. Außerdem übernimmt sie in diesem Zuge auch die Leitung des Projekts Conceptopia, einem Projekt zur Entwicklung von Visionen und Leitlinien für die Digitalisierung der Jugendförderung.
Der Tagungsort

Die Akademie der Kulturellen Bildung
Die Akademie liegt zwischen Köln, Düsseldorf und Wuppertal – mitten in der Natur. Hier finden Sie alle Informationen zu unserem Tagungsort.
Häufig gestellte Fragen
Wie sind die Kurszeiten?
Unsere Kurse beginnen in der Regel am Nachmittag. Kurszeiten sind von 9/9:15 Uhr bis 12:15/12:30 Uhr sowie von 15 Uhr bis 18:15 Uhr. Abweichende Kurszeiten sind in den Ausschreibungen angegeben. In vielen Kursen findet auch noch eine Abendeinheit statt. Zwischen Mittagessen und Kaffeepause gibt es eine 90-minütige Mittagspause – für Gespräche, zum Besuch der Bibliothek oder für einen erholsamen Spaziergang durch den umliegenden Wald. Kursgruppen präsentieren ihre Ergebnisse donnerstagabends den Teilnehmenden anderer Kurse sowie Gästen als Mitmachaktion, Ausstellung, Medienvorführung oder im Rahmen einer öffentlichen Vorstellung.
Kann ich für den Kurs eine Förderung erhalten?
In Nordrhein-Westfalen sind unsere Kurse als Bildungsurlaub anerkannt. Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, dass Sie den Kurs als Bildungsurlaub nutzen möchten, und wir senden Ihnen die benötigten Unterlagen zu. In den anderen Bundesländern stellen wir gern einen Antrag auf Anerkennung unter Berücksichtigung der vorgegebenen Bedingungen des jeweiligen Landes. Weitere Fördermöglichkeiten für Ihre Weiterbildung finden Sie unter Bildungsurlaub und Förderungen.
Wann bekomme ich die Rechnung und wie kann ich bezahlen?
Etwa 3 Wochen vor Kursbeginn erhalten Sie von uns die Rechnung für die Kursgebühr sowie die Unterkunft/Verpflegung. Bitte begleichen Sie den Rechnungsbetrag per Überweisung bis zu Ihrer Anreise, damit wir Ihre Teilnahme bestmöglich vorbereiten können.
