Spielkulturpädagogik mit individuellen Spielschwerpunkten
Spiel und Spielen sind immer ein Spiegel der Zeit und somit im stetigen Wandel. Als Spielkulturpädagog*in setzen Sie sich nicht nur mit der gesellschaftlichen Relevanz von Spiel auseinander, sondern erkunden die gelebte Spielpraxis, insbesondere in der eigenen Gestaltungsrolle als Spielleitung.
In der Qualifizierung „Spielkultur“ erarbeiten Sie sich mit spielerischen Mitteln ein theoretisches Grundlagenwissen zum Spiel in der kindlichen und jugendlichen Entwicklung sowie als gesellschaftlich-kulturelle Praktik. Indem Sie Spielarten und -anlässe, Spielräume und Spielinszenierungen erkunden, eignen Sie sich praktische Fähigkeiten an. Sie lernen, gute Spielanlässe zu erschaffen und diese theoretisch fundiert zu untermauern. Dazu gehört auch, einen machtkritischen Blick einzunehmen und Spiel als demokratiefördernde Methode einzusetzen.
Wählen Sie Ihre Schwerpunktkurse und entwickeln Sie ein persönliches Profil in der Spielkultur! In einem begleitenden Praxisprojekt erproben Sie Ihre neu erworbenen Fähigkeiten.
Schwerpunkte
- Bedeutung und Wirkung von Spiel in pädagogischen und kulturellen Kontexten
- Spieltheoretische Grundlagen
- Zielgruppen und Spielpersönlichkeiten
- Spielentwicklung
- Diversität und Partizipation
- Inszenierung und digital-analoge Spielraumgestaltung
- Gruppendynamiken und Interaktion
- Didaktik und Methodik
- Interdisziplinarität und Synergien in der Kulturellen Bildung
Eigenleistung
- Konzeption, Durchführung und Dokumentation eines eigenen Projekts
- Facharbeit als Dokumentation
- Präsentation und Abschlussgespräch
Abschluss
Zertifikat „Spielkulturpädagogik“
Anmeldung und Beratung
Der Einstieg in die Qualifizierung ist jederzeit mit den Schwerpunktkursen möglich. Grundlagenkurse werden jährlich angeboten. Teilnehmende der Qualifizierung zahlen keine Kursgebühr für das Spielkulturfestival. Für den Einstieg in die Qualifizierung oder bei Fragen zur Weiterbildung wenden Sie sich bitte an Ricarda Roehr:
E-Mail: roehr@kulturellebildung.de
Telefon: 02191 794-211
Nächster Grundlagenkurs
Kursgebühr (je Kursphase in 2027)
139 € bis 239 €
Unterkunft & Verpflegung (je Kursphase in 2026)
148 € bis 296 €
Ort
Kursnummer
S489
Grundlagenkurse
Spiel! Theorie, Vermittlung und Aufbau
In diesem Kurs beschäftigen Sie sich mit der Wirkung, Entwicklung und Bedeutung des Spiels damals und heute. Welchen pädagogischen Wert hat Spiel? Welche Möglichkeiten eröffnen sich im Spiel, und welche Kriterien sind bei der Planung von Spielaktionen wichtig? Aufbauend auf den spieltheoretischen Grundlagen lernen Sie praktisch, einzelne und zusammenhängende Spielaktionen zu entwickeln und umzusetzen. Dabei steht eine gut durchdachte und reflektierte Spielleitung im Zentrum.
Schwerpunkte:
- Spieltheoretische Grundlagen
- Spiel als Vermittlungsmethode
- Spielprinzipien und -aufbau
- Spielaktionen und Spieleketten planen und durchführen
Hinweis
Dieser Grundkurs ist ein Pflichtkurs der Qualifizierung „Spielkultur“ und nicht einzeln buchbar.
Termin
Mo 13.9. – Fr 17.9.2027
Spiel! Gruppeninteraktion, Partizipation und Diversität
Spiel bedeutet Interaktion – und diese ist abhängig vom Zusammenspiel aller beteiligten Persönlichkeiten, der Raumwirkung, der Gruppendynamiken sowie von einer professionellen Spielleitung.
Im Kurs lernen Sie Methoden, Theorien und Spiele kennen, die Sie dazu befähigen, möglichst anregende, inkludierende und beteiligungsorientierte Spielaktionen zu planen. Dabei arbeiten Sie an einer diversitätsbewussten Haltung, die für Macht- und Ohnmachtsverhältnisse und verdeckte Normvorstellungen sensibilisiert, aber auch Fehlerfreundlichkeit, Selbstwirksamkeit und soziales Miteinander fördert. Diese Haltung bietet die professionelle Grundlage für didaktische und pädagogische Planung von Spielaktion.
Termin
Nächster Kurs 2028
Spiel! Pädagogisches und künstlerisches Potenzial von Spiel als kulturelle Praxis
Spiel übernimmt als Kulturgut eine Gestaltungsolle im menschlichen Miteinander: Spielwelten werden inszeniert, Spielräume erobert, in Spielen werden gesellschaftliche Themen verhandelt, Spiele sind Teil Politischer Bildung oder schaffen interdisziplinäre Zugänge zu Museen, Bibliotheken und anderen Lernorten.
In diesem Kurs spielen Sie sich durch inszenierte Spielwelten und ergründen deren pädagogisches und künstlerisches Potenzial. Darüber hinaus steht der Wert von Spiel(-räumen) als digital-analoge Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen zur Diskussion.
Termin
Mo 21.9. – Fr 25.9.2026
Kolloquium Spielkulturpädagogik
Das Kolloquium richtet sich an Teilnehmer*innen der Qualifizierung „Spielkultur“, die ihr durchgeführtes Praxisprojekt präsentieren möchten. Mit der Lerngruppe werten Sie das Projekt fachlich aus.
Termin
Mo 12.7. – Mi 14.7.2027
Lernpfad
Spielkulturpädagogische Grundlagen
3 Kurswochen (120 UE)
- Spiel! Theorie, Vermittlung und Aufbau
- Spiel! Gruppeninteraktion, Partizipation und Diversität
- Spiel! Pädagogisches und künstlerisches Potenzial von Spiel als kulturelle Praxis
Wahl der Schwerpunktkurse
2 Kurswochen (80 UE)
- Mobile Spiele
- Darstellendes Spiel
- Digital-analoge Spiele
- Diversität und Spiel
- Urban Gaming, Naturpädagogik & Draußenspiele
- Spielraum
- Spielwelten, Spielfiguren & Spielmittel
Spielkulturfestival
(20 UE)
Praxisprojekt
Konzeption, Durchführung, Dokumentation und Präsentation
Abschlusskolloquium
(20 UE)
Zertifikat
Spielkulturpädagogik (ARS)
Kursleitung
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Susanne Endres
Dozentin für Spielkulturpädagogik
Studium der Sozialpädagogik (Diplom) sowie Sozialraumentwicklung und -organisation (M. A.). Systemische Beraterin (SG), Ausbildung zur Naturlehrerin. Gastdozentin im MA Spiel- und Medienpädagogik der Ernst-Abbe-Hochschule Jena. Gründung und Aufbau des Kinderbauernhofs Kassel. Koordinatorin beim Verein Spielmobil Rote Rübe für Spielmobil- und Stadtteilprojekte, Ganztagsschule, Fortbildungen und Spielmobile an Flüchtlingsunterkünften. Schwerpunkte: Mobile spielerische Interventionen, Spielraumgestaltung, Partizipation, Sozialraum, Spielkultur und Naturpädagogik.
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Nadine Rousseau
Dozentin für Spielkulturpädagogik
Studium der Literatur, Kultur- und Medienwissenschaften (B. A.) und Interkulturelle Europa- und Amerikastudien (M. A.). Gastdozentin im MA Spiel- und Medienpädagogik der Ernst-Abbe-Hochschule Jena. Projektpraxis, wissenschaftliche Prozessbegleitung und Kulturentwicklungsplanung für Stiftungen, öffentliche Förderer und Bildungseinrichtungen. Schwerpunkte: Diversitätsbewusste Kulturelle Bildung, internationale Begegnung, gesellschaftliche Transformationsprozesse, spielerische und künstlerische Interaktionen, Partizipation und Spielkultur.