Labor zum Phänomen Scham
Sich berauschen bedeutet, sich für eine begrenzte Zeit aus der normalen Welt zu verabschieden. Rausch erlaubt Denken, Fühlen und Handeln jenseits konventioneller Deutungsmuster und Verhaltensoptionen. Seit einigen Jahren richtet die Akademie unregelmäßig ein Bildungslabor ein: Eine Woche lang begeben sich die Teilnehmenden aus unterschiedlichen fachlichen und künstlerischen Perspektiven auf eine Forschungsreise in andere Erkenntniszustände. In diesem Jahr erforschen Sie gemeinsam das Phänomen Scham.
Scham ist eine faszinierende, oft ambivalente und komplexe Emotion, die tief in unserer Kultur, unserem Körper und unseren Beziehungen verankert ist. In diesem Kurs gehen Sie der Scham künstlerisch auf den Grund – nicht als etwas zu Überwindendes, sondern als ein Phänomen: Scham verbindet sich häufig mit Vorsicht und sozialen Grenzen. Scham kann lähmend wirken, aber auch schöpferisch sein. Diese Ambivalenzen erfordern ein sensitives, reflektiertes Verständnis der Emotion, ihrer Funktionen und ihres kreativen Potenzials – vom persönlichen Körperempfinden bis zur öffentlichen Inszenierung von Peinlichkeit und politischer Scham. Wie kann Scham produktiv umgedeutet oder sogar in Schabernack verwandelt werden?
Schwerpunkte
- Performative, künstlerische und körperbasierte Erfahrungsformate
- Künstlerisch-Systemische Verfahren
- Playfight
- Medienpädagogische Zugänge
Termin
Kursgebühr
246 €
Unterkunft & Verpflegung
296 €
Kursleitung
Sandra Anklam
Felix Berner
Horst Pohlmann
Dr. Thomas Reyer
Jari Ortwig
Ort / Format
Kursnummer
I194
Fragen zu Kurszeiten und Abläufen?
Hier finden Sie Antworten auf die häufig gestellten Fragen rund um die Buchung und Teilnahme an unseren Kursen. Wir sind da, um zu helfen. Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Sie Fragen zu dieser oder anderen Veranstaltungen haben.
Kursleitung
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Sandra Anklam
Dozentin für Theater, Systemische Theaterpädagogik und Performance
Studium der Diplom-Pädagogik, Weiterbildungen zur Theaterpädagogin (BuT®), zur Drama- und Theatertherapeutin (DGfT), zur Systemischen Supervisorin und als Coach (DGSF), zur Heilpraktikerin (Psychotherapie), Gestaltberaterin, PEP®-Trainerin, Playfight-Facilitatorin (nach Matteo Tangi) und Tanztherapeutin. Tätigkeiten u. a. als Lehrende an diversen Hochschulen, als Theaterpädagogin und Regisseurin am Schauspielhaus Bochum, bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen sowie den Duisburger Akzenten.
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Felix Berner
Dozent für Tanz, Tanzvermittlung und Performance
Tanzstudium an der Folkwang Universität der Künste. Zusammenarbeit mit einer Vielzahl internationaler Choreograf*innen wie Pina Bausch, Sharon Eyal u.v.m. Realisation von mehr als 35 partizipatorischen Tanzprojekten sowie diversen choreografischen Arbeiten mit professionellen Tänzer*innen u.a. am Residenztheater in München, Staatstheater Oldenburg, Staatstheater Mainz, Hessisches Staatstheater Wiesbaden, Staatstheater Darmstadt, Theater der Jungen Welt in Leipzig. Neben Lehraufträgen an verschiedenen Universitäten war Felix Berner Jurymitglied für das Tanztreffen der Jugend der Berliner Festspiele und im Leitungsteam für den Tanzkongress 2022 tätig.
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Jari Ortwig
Studienleitung
Studium (M.A.) der Kunstgeschichte und Romanistik in Erlangen-Nürnberg und Turin, Italien. Zuletzt tätig für Max Ernst Museum Brühl des LVR und als Lehrbeauftragte für Kulturmanagement an der TH Köln. Volontariat an der Kunsthalle Düsseldorf und Stipendien von Goethe-Institut, ifa, Land NRW und Stadt Köln. Freiberufliche Tätigkeit für u.a. NRW KULTURsekretariat, Kulturamt der Stadt Köln, Oper Wuppertal, Beethovenfeste Bonn, Quartier am Hafen Köln. Interdisziplinäre Projekte und Kooperationen mit prozesshaften, kollektiven und ganzheitlichen Ansätzen. Weiterbildung als Heilpraktikerin für Psychotherapie mit dem Schwerpunkt im Bereich Traumatherapie.
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Horst Pohlmann
Dozent für Medienpädagogik
Diplom-Sozialpädagoge, Medien-Spiel-Pädagoge (M. A.). Bis 2006 Mitarbeit bei der Fachstelle Medienpädagogik/Jugendmedienschutz des Amts für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Köln; 2007 bis 2015 Co-Leitung von Spielraum – Institut zur Förderung von Medienkompetenz am Institut für Medienforschung und Medienpädagogik der TH Köln. 2012 bis 2023 Koordination des Weiterbildungsstudiengangs „Handlungsorientierte Medienpädagogik“ der Donau-Universität Krems und der TH Köln in Kooperation mit der Akademie der Kulturellen Bildung. Gastdozent in den Master-Studiengängen „Game Studies“ der Donau-Universität Krems und „Spiel- und Medienpädagogik“ der Ernst-Abbe-Hochschule Jena. Ehrenamtliches Aufsichtsratsmitglied der Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW in Trägerschaft des ComputerProjekt Köln e. V.
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Dr. Thomas Reyer
Dozent für Sozialpsychologie & Beratung
Systemischer Lehrtherapeut (DGSF) sowie Organisationspsychologe. Lehrschwerpunkte: Systemische Beratung, Künstlerisch-Systemische Therapie, Transformationsprozesse, Führung/Leitung und systemische Didaktik. Physikstudium mit Diplom-Abschluss. Promotion mit Auszeichnung in der Didaktik der Physik mit empirischer Dissertation über Unterrichtsstruktur, Unterrichtsmethoden und Lernprozesse, anschließend Forschungs- und Bildungsmanagement.
Der Tagungsort

Die Akademie der Kulturellen Bildung
Die Akademie liegt zwischen Köln, Düsseldorf und Wuppertal – mitten in der Natur. Hier finden Sie alle Informationen zu unserem Tagungsort.
Häufig gestellte Fragen
Wie sind die Kurszeiten?
Unsere Kurse beginnen in der Regel am Nachmittag. Kurszeiten sind von 9/9:15 Uhr bis 12:15/12:30 Uhr sowie von 15 Uhr bis 18:15 Uhr. Abweichende Kurszeiten sind in den Ausschreibungen angegeben. In vielen Kursen findet auch noch eine Abendeinheit statt. Zwischen Mittagessen und Kaffeepause gibt es eine 90-minütige Mittagspause – für Gespräche, zum Besuch der Bibliothek oder für einen erholsamen Spaziergang durch den umliegenden Wald. Kursgruppen präsentieren ihre Ergebnisse donnerstagabends den Teilnehmenden anderer Kurse sowie Gästen als Mitmachaktion, Ausstellung, Medienvorführung oder im Rahmen einer öffentlichen Vorstellung.
Kann ich für den Kurs eine Förderung erhalten?
In Nordrhein-Westfalen sind unsere Kurse als Bildungsurlaub anerkannt. Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, dass Sie den Kurs als Bildungsurlaub nutzen möchten, und wir senden Ihnen die benötigten Unterlagen zu. In den anderen Bundesländern stellen wir gern einen Antrag auf Anerkennung unter Berücksichtigung der vorgegebenen Bedingungen des jeweiligen Landes. Weitere Fördermöglichkeiten für Ihre Weiterbildung finden Sie unter Bildungsurlaub und Förderungen.
Wann bekomme ich die Rechnung und wie kann ich bezahlen?
Etwa 3 Wochen vor Kursbeginn erhalten Sie von uns die Rechnung für die Kursgebühr sowie die Unterkunft/Verpflegung. Bitte begleichen Sie den Rechnungsbetrag per Überweisung bis zu Ihrer Anreise, damit wir Ihre Teilnahme bestmöglich vorbereiten können.