Traumapädagogik in der Kulturellen Bildung
Wie kann Kulturelle Bildung ein möglichst sicherer Raum für traumatisierte Kinder und Jugendliche sein? Was bedeutet „traumasensibel“ für die Praxis? Und wie können künstlerische Praktiken zum Erleben von Wirksamkeit und Ermächtigung beitragen?
In Fachvorträgen, Workshops und Austauschformaten gibt die Tagung Einblicke in Ursachen und Auswirkungen von Traumata. Hier reflektieren Sie traumasensible Haltungen und Methoden und erforschen, wie diese in der Kulturellen Bildung wirksam umgesetzt werden können. Die Tagung richtet sich an pädagogische und künstlerische Fachkräfte, die mit Kindern und Jugendlichen in Jugendhilfe, Schulen, Kulturprojekten, Kitas oder anderen außerschulischen Kontexten arbeiten.
Kinder und Jugendliche mit belastenden oder traumatischen Erfahrungen können in künstlerisch-kulturellen Bildungsräumen neue Ausdrucksmöglichkeiten finden. Gleichzeitig sind kulturelle Bildungssettings (z. B. Schulprojekte, offene Werkstätten, Musik- und Theater- und Tanzangebote) oft nicht explizit auf traumapädagogische Herausforderungen vorbereitet. Hier besteht eine Lücke: Fachkräfte der Kulturellen Bildung benötigen mehr Wissen, Haltung und methodische Sicherheit im Umgang mit Traumatisierung, während traumapädagogisch geschulte Fachkräfte das Potenzial künstlerischer Praxis vielleicht noch zu wenig nutzen.
Dabei gilt: Pädagogische Arbeit kann therapeutische Wirksamkeit entfalten, ist jedoch keine Therapie. Über ästhetische Distanz und bewusste Rahmung können korrigierende Erfahrungen ermöglicht werden, ohne therapeutischen Anspruch zu erheben. Voraussetzung dafür ist ein klar strukturierter, ritualisierter Raum – ein verlässlicher Rahmen, der als Möglichkeitsraum bzw. „Potential Space“ Sicherheit geben kann und gerade dadurch kreative Freiheit und Entwicklung ermöglicht.
Termin
Tagungsgebühr
30 € Tagungsgebühr inkl. VP
Ort
Kursnummer
K501
Programm
9:30 Uhr
Ankommen – Moderation: Marie-Luise Krüger
10 Uhr
Begrüßung „Schutz & Ausdruck“ – Jari Ortwig
10:15 Uhr
Einführung in die Traumapädagogik – Heiner van Mil
Im Anschluss Fragen aus dem Publikum und Kaffeepause
12 Uhr – Workshops I
- Trauma verstehen – verschiedene Arten von Traumata (Wolfgang Kühnen, Traumapädagoge)
- Traumapädagogische Haltung verstehen (Ruth Markert, Traumapädagogin; Zentrum für Traumapädagogik, und Jari Ortwig, Studienleiterin; Akademie der Kulturellen Bildung)
- Die Wechselwirkung von Körper und Psyche – Embodiment in der traumapädagogischen Arbeit (Tanja Kessler, Traumapädagogin, Yogalehrerin; Werkraum Pädagogik)
- Künstlerisch-Systemisch: Kunst als Ressource und Ausdruck für Ungesagtes und Unsagbares (Sandra Anklam und Thomas Reyer, Programmbereichsleiter*innen Künstlerisch-Systemisch; Akademie der Kulturellen Bildung)
13:30 Uhr – Mittagssnack
14 Uhr – Workshops II
- Traumasensible Methoden und Zugänge der Kulturellen Bildungspraxis (Jari Ortwig, Studienleiterin, und Nadine Rousseau, Fachbereichsleiterin Spiel; Akademie der Kulturellen Bildung)
- Traumasensible Gruppenarbeit in der Kulturellen Bildungspraxis (Thomas Reyer, Fachbereichsleiter Sozialpsychologie & Beratung, Künstlerisch-Systemisch, und Felix Berner, Fachbereichsleiter Tanz; Akademie der Kulturellen Bildung)
- Playfight – Traumasensible Wirksamkeit und Ermächtigung in der Kulturellen Bildungspraxis (Sandra Anklam, Fachbereichsleiterin Theaterpädagogik & Künstlerisch-Systemisch; Akademie der Kulturellen Bildung)
- Durch kreatives Schreiben traumabedingte Sprachlosigkeit überwinden? (Jutta Reichelt, Schriftstellerin und Geschichtenanstifterin)
15:30 Uhr – Kaffeepause
15:45 Uhr
Panel: Traumapädagogik und Kulturelle Bildung im Spannungsfeld von Schutz und Ausdruck
- Heiner van Mil – Rehabilitations- und Erziehungswissenschaftler und Traumapädagoge / Traumazentrierter Fachberater (DeGPT / FVTP), Leiter des Institut Trauma & Pädagogik und Vorsitzender des Fachverband Traumapädagogik
- Charlotte Prokop – Referentin Kinderrechte bei Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V. (BKJ), Leiterin des Projekts „MindCare − Mentale Gesundheit in der Kulturellen Bildung, Förderung von Achtsamkeit, Resilienz und Empowerment“
- Jutta Reichelt – Schriftstellerin und Geschichtenanstifterin, leitet Schreibwerkstätten und -projekte, Schulhausromane, Projekte mit Kindern und Jugendlichen wie „Meine Geschichte schreibe ich selbst“
- Ilil Land-Boss – Regisseurin, Schauspielerin, Drama- und Theatertherapeutin (DGfT reg.) und Dozentin
16:45 Uhr
Abschluss und Ausblick
Hinweis
Einige Workshops (insbesondere in Runde II) setzen den Schwerpunkt auf kulturelle Bildungspraxis mit Spiel und Bewegung. Wir empfehlen daher bequeme Kleidung. Die Teilnahme an praktischen Übungen erfolgt grundsätzlich freiwillig. Je nach Workshop und persönlichem Wohlbefinden sind unterschiedliche Formen der Beteiligung möglich. Sie entscheiden selbst, in welchem Umfang Sie sich einbringen möchten.
Fragen zu Kurszeiten und Abläufen?
Hier finden Sie Antworten auf die häufig gestellten Fragen rund um die Buchung und Teilnahme an unseren Kursen. Wir sind da, um zu helfen. Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Sie Fragen zu dieser oder anderen Veranstaltungen haben.
Workshops
Trauma verstehen – verschiedene Arten von Traumata
Ein Trauma zu erleben bedeutet eine einschneidende Erfahrung im menschlichen Leben, die uns mit Ohnmacht und Hilflosigkeit konfrontiert. Zu welchem Zeitpunkt wir diese Erfahrung machen, durch welche Umstände oder Menschen sie ausgelöst wird, welche Intensität und Dauer sie hatte, ist dabei ebenso entscheidend wie die mitgebrachten Ressourcen, das Maß an Unterstützung und Hilfe, die uns zur Bewältigung zur Verfügung stehen. Dieser Workshop bietet einen Überblick darüber, wodurch Traumata entstehen und welche Kategorien und Typen von Traumatisierung es gibt (Existenz-, Entwicklungs-, Bindungstrauma, kollektive und transgenerationale Traumata etc.)
Die Wechselwirkung von Körper und Psyche – Embodiment in der traumapädagogischen Arbeit
„Da stockt mir der Atem“, „Das geht mir an die Nieren“ oder „Das sitzt mir im Nacken“ – Stress und vor allem traumatischer Stress hinterlässt Spuren – psychisch wie physisch. So können sich emotionale Belastungen im Körperbild zeigen und ebenso über den Körper beeinflusst werden.
Embodiment beschäftigt sich damit, wie diese Wechselwirkungen entstehen und bewusst genutzt werden können. Kurze Interventionen auf Körperebene können helfen, Stress zu reduzieren, sich emotional zu stabilisieren und die Selbstwahrnehmung zu fördern. Die Anwendung der Übungen kann dazu beitragen, den Körper wieder als Ressource und wirksames Instrument zur Selbstregulation zu entdecken. Der Workshop bietet kurze theoretische Inputs, praktische Übungen sowie kleine Interventionen zur Stabilisierung.
Traumapädagogische Haltung verstehen
Die traumapädagogische Haltung bildet die Grundlage einer professionellen Begleitung von Menschen mit belastenden und traumatischen Erfahrungen. Sie orientiert sich an den Grundsätzen von Wertschätzung, Transparenz, Partizipation, Ressourcenorientierung sowie der Annahme des „guten Grundes“ hinter jedem Verhalten. Im Mittelpunkt stehen Sicherheit, Beziehungsorientierung und die Stärkung von Selbstwirksamkeit. Dieser Workshop bietet die Möglichkeit, die eigene professionelle Haltung zu reflektieren, indem zentrale traumapädagogische Grundprinzipien und Ansätze der Kulturellen Bildung anhand praxisnaher Beispiele zueinander ins Verhältnis gesetzt und Möglichkeiten der Umsetzung im pädagogischen Alltag diskutiert werden.
Künstlerisch-Systemisch: Kunst als Ressource und Ausdruck für Ungesagtes und Unsagbares
Kunst ermöglicht durch ästhetische Distanz, Themen, Anteile und Erfahrungen auszudrücken, die sich möglicherweise nicht in Worte fassen lassen. Künstlerisches Handeln findet immer im Hier und Jetzt statt – im gegenwärtigen Moment und in konkreten Räumen. Traumasensible Pädagogik nutzt diese Verankerung in der Gegenwart, um einem belastenden „Dort und Damals“ ein erfahrbares „Hier und Jetzt“ entgegenzusetzen. So kann künstlerisches Arbeiten einen traumasensiblen Erfahrungsraum eröffnen und zugleich Glimmer-Momente ermöglichen, die Selbstwahrnehmung, Ressourcenorientierung und Selbstwirksamkeit stärken. In der künstlerisch-systemischen Arbeit werden Entwicklungsprozesse gleichermaßen als therapeutische wie gestalterische Prozesse verstanden. In diesem Workshop lernen Sie Formate der künstlerisch-systemischen Arbeit kennen und erproben anhand eines persönlichen Beispiels unterschiedliche Formen des künstlerischen Ausdrucks.
Traumasensible Methoden und Zugänge der kulturellen Bildungspraxis
Was braucht es, damit ein Spielsetting nicht überfordert, sondern trägt? Wann wird ein Spielraum zum „Safer Space“, eine Spielaktion traumasensibel? Im Workshop erkunden wir einen gemeinsamen Spielraum und fragen: Wie entsteht Sicherheit, ohne Kreativität einzuengen? Wie können spielerische Prozesse Selbstbestimmung, Begegnung und das Erleben von Wirksamkeit fördern? Welche Rolle spielen Rituale, Grenzen und Freiräume, wenn Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Bedürfnissen zusammenkommen?
Ausgehend von einer gemeinsamen Spielerfahrung reflektieren wir, wie kulturelle Bildungsangebote so gestaltet werden können, dass sie Halt geben, Stress reduzieren, Selbstwirksamkeit erfahrbar machen und neugieriges Ausprobieren ermöglichen. Nicht als Rezept für traumasensibles Arbeiten, sondern als Einladung, die eigene Haltung und Praxis im Spannungsfeld von Schutz und Ausdruck neu zu betrachten.
Traumasensible Gruppenarbeit in der Kulturellen Bildungspraxis
Traumasensibilität erfordert unter anderem, Menschen darin zu unterstützen, sich selbst regulieren zu können. Hieraus kann eine sichere Basis für Lern- und Entwicklungsprozesse entstehen. Die Arbeit mit Gruppen bietet hierfür spezifische Möglichkeiten: Sie kann zu einem tragfähigen Rahmen werden. Insbesondere künstlerisches Arbeiten eröffnet mit Bewegung, Klang und Gestaltung ressourcen- und handlungsbezogene Zugänge, die sich auf das Hier und Jetzt beziehen.
In diesem Workshop verbinden wir künstlerisch-systemische und tänzerische Perspektiven auf traumasensible Gruppenarbeit in der kulturellen Bildungspraxis. Vom „Window of Tolerance“ ausgehend, werden Steuerungsmöglichkeiten und Selbstregulation in der Bewegung und im Klang erprobt. Zudem wird die Haltung für eine tragende Prozessbegleitung reflektiert.
Playfight – Traumasensible Wirksamkeit und Ermächtigung in der kulturellen Bildungspraxis
Systemischer Playfight ist eine lebendige, achtsame Form des spielerischen Raufens. Er verbindet Elemente aus Bewegung, Improvisation und Körperarbeit. Dabei geht es nicht ums Gewinnen, sondern darum, sich kraftvoll, frei und authentisch zu erleben, Energie fließen zu lassen und Lebendigkeit zu spüren.
In einem möglichst sicheren Raum können Sie in diesem Workshop Körperkraft, Verbindung und Spielfreude mit Achtsamkeit und Konsens neugierig erforschen. In der Gruppe beziehen Sie sich aufeinander, unterstützen einander und erfahren Kraft nicht als Mittel des Gegeneinanders, sondern als Impuls für Präsenz, Kontakt und Verbindung. Klare Strukturen und einfache Rituale fördern die Orientierung und ermöglichen es, den eigenen Körper als Ressource und persönliche Grenzen als wirksam zu erleben.
Durch kreatives Schreiben traumabedingte Sprachlosigkeit überwinden?
Erzählen scheint bei traumatischen Erfahrungen so unmöglich wie notwendig – ein Paradox, das im Zentrum jeder Trauma-Erzählung steht. Dieser Workshop nimmt Sie mit auf eine Erkundung des unübersichtlichen Terrains der Sprachlosigkeit und zeigt, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit Erzählen überhaupt gelingen kann. Im praktischen Teil erproben Sie konkrete Schreibimpulse, die sich direkt in der Arbeit mit Jugendlichen einsetzen lassen. Anhand dieser Schreiberfahrung diskutieren wir gemeinsam: Wo liegen die Chancen kreativen Schreibens – und wo seine Grenzen und Risiken?
Referent*innen
-
Heiner van Mil studierte Erziehungs- und Rehabilitationswissenschaften (B.A./M.A.) und absolvierte Weiterbildungen in den Bereichen Traumapädagogik/Traumazentrierte Fachberatung (FVTP/DeGPT) und Systemische Beratung (DGSF). Er leitet das Institut Trauma und Pädagogik (Mechernich/Eifel), ist Co-Vorsitzender im Fachverband Traumapädagogik (FVTP) sowie Autor und Herausgeber von (traumapädagogischer) Fachliteratur.
-
Jutta Reichelt lebt als Autorin und Geschichten-Anstifterin in Bremen. Sie leitet und entwickelt Schreibwerkstätten und -projekte u.a. für Schulen und andere Bildungseinrichtungen. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit gilt dem Versuch, Schreibwerkstätten inklusiver und diverser zu gestalten. Ihr Buch „Mein Leben war nicht wie es war. Ein autobiografischer Essay über das Erzählen, Traumata und die Überwindung der Sprachlosigkeit“ erschien 2024 bei Kröner (Stuttgart).
Foto: Dorothea Salzmann-Schimkus
-
Charlotte Prokop ist Referentin für Kinderrechte bei der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V. (BKJ). Dort leitet sie das Projekt „MindCare − Mentale Gesundheit in der Kulturellen Bildung, Förderung von Achtsamkeit, Resilienz und Empowerment“, das von der Europäischen Union gefördert wird. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Kinderrechte, Teilhabe, Schutz und Rechte Geflüchteter sowie internationale Zusammenarbeit.
Foto: BKJ | Paula G. Vidal
-
Ilil Land-Boss ist freie Regisseurin, Performerin und Schauspielerin sowie als klinische Theatertherapeutin (DGfT reg.) in einer Berliner Psychiatrie tätig. Sie bildet sich aktuell als systemische Therapeutin und Supervisorin weiter und promoviert in Theater/Performance an der ZHdK – Zürcher Hochschule der Künste und der KUG – Kunstuniversität Graz. Sie beschäftigt sich insbesondere mit Trauerarbeit, Ritual und kollektivem Trauma.
-
Wolfgang Kühnen absolvierte zunächst ein Studium an der Uni Köln (1991 Magister Artium) und arbeitete für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Eine tiefgreifende Neuorientierung führte ihn seit 2000 über das Diplom-Studium der Sozialen Arbeit in die Kinder- und Jugendhilfe. Seit 2003 Koordinationstätigkeit und Fachberatung für freie Träger in der Jugendhilfe. Parallel Aufbau und Leitung traumapädagogischer Weiterbildungen und Lehrangebote an der katholischen Hochschule Köln sowie in diversen pädagogischen Einrichtungen; 2018-2023 traumatherapeutische Ausbildung (IoPT).
-
Tanja Kessler ist Mitinitiatorin des Werkraum Pädagogik/Netzwerk Traumapädagogik. Sie ist ausgebildete Erzieherin, Dipl. Sozialarbeiterin und Yogalehrerin mit dem Schwerpunkt traumasensibles Yoga. Nach dem Studium hat sie sich unter anderem zur Traumapädagogin/-fachberaterin (DeGPT/BAG TP) in Somatic Experiencing (SE) weitergebildet. Von 1991 – 2010 war sie in der pädagogischen Praxis tätig. Seit 2010 ist sie Referentin für traumapädagogische Themen.
-

Sandra Anklam
Dozentin für Theater, Systemische Theaterpädagogik und Performance
Studium der Diplom-Pädagogik, Weiterbildungen zur Theaterpädagogin (BuT®), zur Drama- und Theatertherapeutin (DGfT), zur Systemischen Supervisorin und als Coach (DGSF), zur Heilpraktikerin (Psychotherapie), Gestaltberaterin, PEP®-Trainerin, Playfight-Facilitatorin (nach Matteo Tangi) und Tanztherapeutin. Tätigkeiten u. a. als Lehrende an diversen Hochschulen, als Theaterpädagogin und Regisseurin am Schauspielhaus Bochum, bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen sowie den Duisburger Akzenten.
-

Nadine Rousseau
Dozentin für Spielkulturpädagogik
Studium der Literatur, Kultur- und Medienwissenschaften (B. A.) und Interkulturelle Europa- und Amerikastudien (M. A.). Gastdozentin im MA Spiel- und Medienpädagogik der Ernst-Abbe-Hochschule Jena. Projektpraxis, wissenschaftliche Prozessbegleitung und Kulturentwicklungsplanung für Stiftungen, öffentliche Förderer und Bildungseinrichtungen. Schwerpunkte: Diversitätsbewusste Kulturelle Bildung, internationale Begegnung, gesellschaftliche Transformationsprozesse, spielerische und künstlerische Interaktionen, Partizipation und Spielkultur.
-

Felix Berner
Dozent für Tanz, Tanzvermittlung und Performance
Tanzstudium an der Folkwang Universität der Künste. Zusammenarbeit mit einer Vielzahl internationaler Choreograf*innen wie Pina Bausch, Sharon Eyal u.v.m. Realisation von mehr als 35 partizipatorischen Tanzprojekten sowie diversen choreografischen Arbeiten mit professionellen Tänzer*innen u.a. am Residenztheater in München, Staatstheater Oldenburg, Staatstheater Mainz, Hessisches Staatstheater Wiesbaden, Staatstheater Darmstadt, Theater der Jungen Welt in Leipzig. Neben Lehraufträgen an verschiedenen Universitäten war Felix Berner Jurymitglied für das Tanztreffen der Jugend der Berliner Festspiele und im Leitungsteam für den Tanzkongress 2022 tätig.
-

Dr. Thomas Reyer
Dozent für Sozialpsychologie & Beratung
Systemischer Lehrtherapeut (DGSF) sowie Organisationspsychologe. Lehrschwerpunkte: Systemische Beratung, Künstlerisch-Systemische Therapie, Transformationsprozesse, Führung/Leitung und systemische Didaktik. Physikstudium mit Diplom-Abschluss. Promotion mit Auszeichnung in der Didaktik der Physik mit empirischer Dissertation über Unterrichtsstruktur, Unterrichtsmethoden und Lernprozesse, anschließend Forschungs- und Bildungsmanagement.
-

Jari Ortwig
Studienleitung
Studium (M.A.) der Kunstgeschichte und Romanistik in Erlangen-Nürnberg und Turin, Italien. Zuletzt tätig für Max Ernst Museum Brühl des LVR und als Lehrbeauftragte für Kulturmanagement an der TH Köln. Volontariat an der Kunsthalle Düsseldorf und Stipendien von Goethe-Institut, ifa, Land NRW und Stadt Köln. Freiberufliche Tätigkeit für u.a. NRW KULTURsekretariat, Kulturamt der Stadt Köln, Oper Wuppertal, Beethovenfeste Bonn, Quartier am Hafen Köln. Interdisziplinäre Projekte und Kooperationen mit prozesshaften, kollektiven und ganzheitlichen Ansätzen. Weiterbildung als Heilpraktikerin für Psychotherapie mit dem Schwerpunkt im Bereich Traumatherapie.
-

Ruth Markert
Gastdozent*in
M.A. Integrative Heilpädagogin, Traumapädagogin / Traumafachberaterin (DeGPT/BAG-TP), systemische Trauerbegleiterin (BVT zertifiziert), Referentin am Zentrum für Traumapädagogik
-

Marie-Luise Krüger
Moderatorin
Marie-Luise Krüger ist Co-Geschäftsführerin beim Landesverband Theaterpädagogik Niedersachsen e. V. und Künstlerisch-Systemische Therapeutin (in Weiterbildung). Sie studierte Darstellendes Spiel/Kunst in Aktion an der HBK Braunschweig sowie Kultur der technisch-wissenschaftlichen Welt an der TU Braunschweig und ist als freiberufliche Moderatorin tätig.





