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Tagung Bildung und digitaler Kapitalismus

20.06.2022 – 21.06.2022

Programm

Montag, 20.6.2022

14 Uhr – Begrüßung und Einführung in das Programm
Horst Pohlmann

14:15 Uhr – Impuls I: Digitaler Kapitalismus (Grundlagen)
Sebastian Sevignani

14:45 Uhr – Impuls II: Alternativen zum digitalen Kapitalismus
Christine Schickert

15:15 Uhr – Podiumsdiskussion
mit Sebastian Sevignani und Christine Schickert, Friederike Habermann und einem „freien Stuhl“ für interessierte Teilnehmer*innen der Tagung; Moderation: Max Fuchs

16:15 Uhr – Kaffeepause

16:30 Uhr – AGs und Barcamp

  • Digitaler Kapitalismus und gesellschaftlicher Wandel
    Moderation: Hans-Dieter Kübler und Horst Niesyto
  • Alternativen zum digitalen Kapitalismus?
    Moderation: Max Fuchs
  • Bildungsindustrien und Lerntechnologien: Kritik und Alternativen
    Moderation: Valentin Dander und Theo Hug
  • (Medien-)Pädagogik im Spannungsfeld zwischen Plattformkapitalismus und alternativen Modellen. Teil 1: Inputs und Diskussion
    Moderation: Kathrin Demmler, Gerda Sieben
  • Digitaler Kapitalismus und Kulturelle Bildung
    Moderation: Tom Braun, Jule Korte
  • Barcamp
    Moderation: Horst Pohlmann

18 Uhr – Abendessen

19 Uhr – Markt der Möglichkeiten

21 Uhr – Ausklang in der Bar

Dienstag, 21.6.2022

9 Uhr – Impuls III: Digitaler Kapitalismus – Herausforderungen für die Bildungsarbeit
Horst Niesyto

9:30 Uhr – Podiumsdiskussion
mit Patricia Gläfcke, Horst Niesyto, Gerda Sieben, N.N. und einem „freien Stuhl“; Moderation: Valentin Dander

10:15 Uhr – Kaffeepause

10:30 Uhr – AGs und Barcamp

  • Begriffe von Bildung im digitalen Kapitalismus
    Moderation: Tom Braun & Valentin Dander
  • (Medien-)Pädagogik im Spannungsfeld zwischen Plattformkapitalismus und alternativen Modellen. Teil 2: Workspace
    Moderation: Kathrin Demmler und Gerda Sieben
  • Monetarisierungsstrategien und Machtverhältnisse in digitalen Spiele-Kontexten
    Moderation: Martin Geisler und Horst Pohlmann
  • Barcamp
    Moderation: N.N.

12 Uhr – Mittagessen

13:30 Uhr – AGs und Barcamp

  • Digitale Spaltung und digitale Ungleichheit als Dauerthema – viele Erkenntnisse, kaum Veränderungen
    Moderation:  Horst Niesyto und Jan-René Schluchter
  • Digitale Bildungsmedien auf dem Prüfstand
    Moderation: Nina Grünberger und Valentin Dander
  • Barcamp
    Moderation: Horst Pohlmann

14:30 Uhr – Kaffeepause

14:45 Uhr – Podiumsdiskussion „Bildung jenseits von Datafizierung und digitalem Kapitalismus – Herausforderungen, Transformationen, Utopien“
mit Maike Finnern (angefr.), Susanne Keuchel, Thomas Krüger (angefr.), Tom Braun, N.N.; Moderation: N.N.

15:45 Uhr – Tagungsbilanz
Janina Loh

16 Uhr – Verabschiedung und Ausblick
Horst Pohlmann

Kursinhalt und Buchung

Buchung

60 € Tagungsgebühr, 66,40 € Ü + VP (Teilnahme vor Ort)
30 € Online-Tagungsgebühr (Bitte beachten Sie, dass online Vorträge und Panels, aber nur ausgewählte Workshops gestreamt werden. Welche Workshops online übertragen werden, entscheidet sich vor Ort.)

Der digitale Kapitalismus hat eine neue Konzentration von Kapital, Wissen und Macht hervorgebracht, die es bislang in der Geschichte so nicht gab. Es geht um eine umfassende Ausbeutung persönlicher Datenprofile und eine massive Kommerzialisierung und Einflussnahme auf Lebenswelten, gesellschaftliche Kommunikation und Bildungsorte. Bildung und Medienbildung sind herausgefordert, hierauf eine Antwort zu geben und sich zu positionieren.

Die Tagung „Bildung und digitaler Kapitalismus“ möchte Antworten finden zu folgenden Fragen:

  • Welche wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zukunftsmodelle sind mit verschiedenen Formen des digitalen Kapitalismus verbunden? Was sind mögliche Alternativen?
  • Welche Strategien gibt es aktuell seitens der (globalen) IT-Industrie, öffentliche Bildungsräume zu beeinflussen und zu kommerzialisieren?
  • Welche Ziele sind vorrangig, um demokratische und nachhaltige Entwicklungspfade bei der Gestaltung und Kommunikation mit digitalen Medien in der pädagogischen Praxis zu stärken? Wie ist ein Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit zu leisten?

Die Tagung wendet sich in interdisziplinärer Perspektive an Interessierte in Wissenschaft, Bildungspraxis, Fortbildung und Bildungsadministration. Neben Impulsvorträgen, Beispielen aus der Bildungsarbeit und einer Podiumsrunde gibt es viel Raum für Diskussion und Austausch (Barcamps).

Veranstalter ist die Akademie der Kulturellen Bildung in Remscheid in Zusammenarbeit mit der Initiative Bildung und digitaler Kapitalismus. Die Tagung wird von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) gefördert.

Arbeitsgruppen und Barcamps

Digitaler Kapitalismus und gesellschaftlicher Wandel

Montag, 20.6.2022 | 16:30 – 18 Uhr

Viele Gesellschaften befinden sich in grundlegenden Wandlungsprozessen, die alle Lebensbereiche und gesellschaftlichen Sektoren unterschiedlich schnell und tiefgreifend erfassen. Über ihre dominanten Akteure und Entwicklungslogiken, die maßgeblichen Bedingungen und Zusammenhänge, Dynamiken und die Richtungen wird vielfältig diskutiert. Die Bezeichnung „digitaler Kapitalismus“ benennt einen Bereich, der weit über ökonomische Fragen hinaus relevant ist.

  • Was sind Kernpunkte aktueller Analysen zum digitalen Kapitalismus? Welche wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leitbilder und Zukunftsmodelle sind mit verschiedenen Formen des digitalen Kapitalismus verbunden?
  • Was sind wesentliche Dimensionen des gesellschaftlichen Wandels insgesamt? Wie hängen verschiedene Dimensionen zusammen? Was für Erklärungsmodelle gibt es?

An der AG nimmt Sebastian Sevignani teil, der zuvor einen Impulsbeitrag im Plenum hält.

Moderation: Hans-Dieter Kübler und Horst Niesyto

Alternativen zum digitalen Kapitalismus?

Montag, 20.6.2022 | 16:30 – 18 Uhr

Was sind die Alternativen zum digitalen Kapitalismus? Welche Initiativen, Konzepte und Modelle gibt es, um Gemeinwohlökonomie, sozial-ökologische Ziele und damit verbundene Gestaltungsmöglichkeiten und Kompetenzen bei den Menschen zu stärken? Welche Herausforderungen, Spannungsfelder, Erfolge und Schwierigkeiten gibt es?

  • Frage der Anpassungsfähigkeit und der Veränderbarkeit kapitalistischer Wirtschaftsmodelle im Kontext unterschiedlicher Staatssysteme und Verfassungen
  • Statt Monopolstrukturen: Demokratisierung wirtschaftlicher Strukturen, Gemeinwohlorientierung
  • Nachhaltigkeit
  • Commons-/Open-Source-Bereich
  • Pluralität von Lebensformen/Diversität, Lebensführungskompetenz
  • Gesellschaftliche Partizipation
  • Digitale Bürgerschaft, informationelle Selbstbestimmung

An der AG nimmt Friederike Habermann teil, die zuvor auf dem Podium mitdiskutiert hat.

Moderation: Max Fuchs

Bildungsindustrien und Lerntechnologien: Kritik und Alternativen

Montag, 20.6.2022 | 16:30 – 18 Uhr

Global agierende Unternehmen sind im Bildungssektor sukzessive bedeutsamer geworden – auch in Deutschland. Dieses Phänomen bezeichnete Anthony G. Picciano schon in den 1990er-Jahren als „Education-industrial complex“ (Bildungsindustrieller Komplex). Ausgehend von diesem Konzept und aktuellen wirtschaftlichen wie bildungspolitischen Verflechtungen diskutiert diese Arbeitsgruppe folgende Fragen:

  • Wie wirken Unternehmen im Bereich der Lerntechnologien auf Bildungssysteme? Welche Veränderungen gab es in den letzten 30 Jahren?
  • Welche Unterschiede und Ähnlichkeiten bestehen in den USA und deutschsprachigen Ländern? Wie verhalten sich regionale, nationale und globale Kontexte, aber auch ‚kleine‘ und ‚große‘ Akteure zueinander?
  • Wie reagieren Bildungspolitik und -administration auf diese Entwicklungen?
  • Welche pädagogischen, technologischen und politischen Handlungsmöglichkeiten gibt es, um Abhängigkeitsstrukturen entgegenzuwirken?
  • Welche Alternativen (BYOD, FOSS etc.) sind erstrebenswert und warum?

Videoimpulse: Anthony G. Picciano, Richard Münch, Annina Förschler
Diskutant*innen: Ralf Lankau & Nele Hirsch
Moderation: Valentin Dander und Theo Hug

(Medien-)Pädagogik im Spannungsfeld zwischen Plattformkapitalismus und alternativen Modellen. Teil 1: Inputs und Diskussion

Montag, 20.6.2022 | 16:30 – 18 Uhr

Was sind zentrale Merkmale des Plattformkapitalismus und gibt es Regulationsbedarf? Welche technologischen Alternativen lassen sich breitenwirksam entwickeln? Wie lässt sich eine Zusammenarbeit der Pädagogik mit kritischen Tech-Initiativen und Vertreter*innen aus verschiedenen Disziplinen gestalten, um technologische Alternativen für den Bildungsbereich voranzubringen? Kann dies eine Zusammenarbeit mit Firmen einschließen, die nicht nur ökonomische Interessen verfolgen, sondern bei Digital-Produkten soziale, ökologische und partizipative Kriterien beachten?

  • Zusammenhänge zwischen digital-technologischen Innovationen und kapitalistischen Interessen
  • Problemfelder und gestalterische Grenzen kommerziell-standardisierter Hard- und Software
  • Zusammenarbeit mit kritischen Tech-Initiativen zur Entwicklung von digitalen Technologien für gemeinwohlorientierte, sozial-ökologische und partizipativ-demokratische Entwicklungspfade – auch für den Bildungsbereich
  • Notwendige politische Rahmen- und Förderbedingungen auf nationaler und europäischer Ebene.

Impulse:

  • BigData-Lernparcours, Esther Lordieck
  • T[h]inkering und die Erkundung von Mikro-Utopien in einer postdigitalen Welt, Christoph Richter
  • Making und Medienpädagogik, Björn Maurer (angefr.)
  • Lieber selbst gemacht – Jugend hackt, Daniel Seitz (angefr.)
  • #h2i – How2Influence, Guido Bröckling (angefr.)

Die AG ist zweiteilig konzipiert. Teilnahme an nur einem Teil ist trotzdem möglich.

Moderation: Kathrin Demmler und Gerda Sieben

Digitaler Kapitalismus und Kulturelle Bildung

Montag, 20.6.2022 | 16:30 – 18 Uhr

Kultur bezeichnet „sozial“ als bedeutsam geteilte, vielfältige und komplexe Formgefüge. Sie gehen aus sozialen Praktiken hervor und werden in ihnen tradiert und transformiert. In diesem Verständnis ermöglicht die Perspektive von Kultur einen vielschichtigen Zugriff auf symbolischen Orientierungs- und Artikulationsformen, auf materielle, infrastrukturelle Konfigurationen sowie institutionelle und politische Formen. Die soziotechnischen Voraussetzungen kultureller Praktiken sind zugleich Grundlage und Herausforderung für das Projekt einer nicht-affirmativen, gesellschaftspolitisch engagierten Kulturellen Bildung. Es stellt sich die Frage, anhand welcher medialen Merkmale der digitale Kapitalismus als kulturelles Phänomen beschrieben werden kann? Inwiefern begünstigt eine kulturelle Reflexion des digitalen Kapitalismus gesellschaftspolitische Kritik und kritische Bildungskonzeptionen? Welche strukturellen und organisatorischen Anforderungen lasen sich für organisierte Orte der Kulturellen Bildung formulieren?

Impulse:
Prof. Dr. Susanne Keuchel (BKJ/Akademie der Kulturellen Bildung), Dr. Lilli Riettiens (Universität zu Köln)

Moderation: Tom Braun und Jule Korte

Barcamp

Montag, 20.6.2022 | 16:30 – 18 Uhr

Barcamp-Angebot zu Themenvorschlägen der Teilnehmer*innen

Moderation: Horst Pohlmann

Mehrdimensionale Bildung – Transformationsansprüche im Datenkapitalismus

Dienstag, 21.6.2022 | 10:30 – 12 Uhr

Der Dreiklang aus Selbstbestimmung, Mitbestimmung und Fähigkeit zur Solidarität kann nach Wolfgang Klafki als Grundlage und Ziel einer subjektorientierten Allgemeinbildung verstanden werden. Soziotechnische Bedingungen der Post-Digitalität und der Datenkapitalismus fordern den Bildungsbegriff und -institutionen gleichermaßen heraus. Ausgehend von einem mehrdimensionalen Bildungsbegriff gilt es, das mögliche Bildungsziel einer medien- und technologiebezogenen Mündigkeit zu diskutieren: sowohl bezüglich normativer Leitbilder zum Verhältnis von Mensch und Gesellschaft als auch einer Reformulierung von Schlüsselbegriffen. Dies impliziert die Frage, welchen Transformationsansprüchen Bildungsinstitutionen sowie die (medien-)pädagogische Bildungspraxis ausgesetzt werden sollten.

Impulse:
Sabrina Schenk und Isabel Zorn

Moderation: Tom Braun und Valentin Dander

(Medien-)Pädagogik im Spannungsfeld zwischen Plattformkapitalismus und alternativen Modellen. Teil 2: Workspace

Dienstag, 21.6.2022 | 10:30 – 12 Uhr

Wie lassen sich Spannungsfelder, Widersprüche oder Dilemma-Situationen in der Nutzung von Digitalmedien in pädagogischen Kontexten thematisieren und unter sozial-ethischen Aspekten reflektieren? Wie können gestalterische Möglichkeiten digitaler Medien genutzt, aber auch Grenzen und Problemfelder kommerzieller Hard- und Software thematisiert werden? Wie fördert man Daten- und Medienkritik verstärkt aus dem Modus der Produktion heraus? Wie lassen sich gemeinschaftliche Bildungsprozesse unterstützen, die nicht nur auf die individuelle Ebene abzielen? Wie lassen sich Praxisansätze in der Kulturellen Bildung gestalten?

Impulse:

  • BigData-Lernparcours, Esther Lordieck
  • T[h]inkering und die Erkundung von Mikro-Utopien in einer postdigitalen Welt, Christoph Richter
  • Making und Medienpädagogik, Björn Maurer (angefr.)
  • Lieber selbst gemacht – Jugend hackt, Daniel Seitz (angefr.)
  • #h2i – How2Influence, Guido Bröckling (angefr.)

Die AG ist zweiteilig konzipiert. Teilnahme an nur einem Teil ist trotzdem möglich.

Moderation: Kathrin Demmler und Gerda Sieben

Monetarisierungsstrategien und Machtverhältnisse in digitalen Spiele-Kontexten

Dienstag, 21.6.2022 | 10:30 – 12 Uhr

Welche aktuellen Monetarisierungsstrategien verfolgen Games-Publisher? Wie gelingt Kund*innen-Bindung auf den Spieleplattformen bzw. welche Motivationsaspekte sind strategisch geplant? Welche Alternativen gibt es zu den großen Plattformen? Welche Rolle spielen Indie-Games und „Early Access“-Angebote und wie geht die Gaming-Community damit um? Welche pädagogischen Herausforderungen zeichnen sich ab? Wie lassen sich Praxisprojekte gestalten, die für den Themenkomplex sensibilisieren?

Impulse:

  • Monetarisierungsstrategien und Machtverhältnisse, Martin Geisler
  • Macht durch Spiel?, Daniel Autenrieth, Stefanie Nickel

Moderation: Martin Geisler und Horst Pohlmann

Barcamp

Dienstag, 21.6.2022 | 10:30 – 12 Uhr

Barcamp-Angebot zu Themenvorschlägen der Teilnehmer*innen

Moderation: N.N.

Digitale Spaltung und digitale Ungleichheit als Dauerthema – viele Erkenntnisse, kaum Veränderungen

Dienstag, 21.6.2022 | 14:00 – 16:30 Uhr

Seit vielen Jahren gibt es Studien zum Thema digitale Spaltung und digitale Ungleichheit, die teilweise deutliche Unterschiede im Zugang, in der Nutzung und den Strukturen digitaler Medien belegen. Die Arbeitsgruppe diskutiert folgende Fragen:

  • Welche Bedeutung haben digitale Medien im Kontext von sozialer Ungleichheit und Bildung? Welche Bezüge gibt zu Diskursen von digitalem Kapitalismus, Nachhaltigkeit und Inklusion? Weshalb scheint es kaum Veränderungen bezüglich digitaler Spaltung und Ungleichheit zu geben?
  • Wie können inklusive Bildungsangebote, die alle Dimensionen von Diversität im Blick haben, Impulse zur Bearbeitung von digitalen Spaltungen und Ungleichheiten geben? Welche Praxiserfahrungen gibt es und welcher Impulse bedarf es, um Veränderungen auf der Ebene von Strukturen, Kulturen und Praktiken voranzubringen?

Impulse von: Stefan Iske, Guido Bröckling

Moderation: Horst Niesyto und Jan-René Schluchter

Digitale Bildungsmedien auf dem Prüfstand

Dienstag, 21.6.2022 | 14:00 – 16:30 Uhr

Diese Arbeitsgruppe befasst sich auf zweifache Weise mit dem Thema Digitale Bildungsmedien. Zum einen diskutiert sie Bildungsmedien über digital-kapitalistische Phänomene: Was sind wichtige Erfahrungswerte in der Konzeption und Nutzung von digitalen Bildungsmedien/-materialien zu Aspekten aus dem Themenfeld „digitaler Kapitalismus“ sowie zu möglichen Alternativen? Was hat sich bewährt? Was ist weiterzuentwickeln und wie können solche Materialien sichtbarer gemacht werden? Zum anderen diskutiert sie die Frage, auf welche Weise digitale Bildungsmedien selbst eine Kampfzone verschiedener widerstreitender Interessen sind. Was ist notwendig, um eine Qualitätssicherung von digitalen Bildungsmaterialien zu gewährleisten? Wie lassen sich Grenzen für kommerzielle Angebote im öffentlichen Bildungsbereich markieren und durchsetzen – etwa im Sinne von Werbeverboten?

Impulse: Nadine Kaufmann, Mathias Holland-Letz und Sandra Hofhues

Moderation: Nina Grünberger und Valentin Dander

Barcamp

Dienstag, 21.6.2022 | 14:00 – 16:30 Uhr

Barcamp-Angebot zu Themenvorschlägen der Teilnehmer*innen

Moderation: Horst Pohlmann

Initiative „Bildung und digitaler Kapitalismus“

Ziele und Aktivitäten der Initiative

Die Initiative „Bildung und digitaler Kapitalismus“ entstand 2021 aus einem Kolloquium heraus, an dem mehrere Wissenschaftler*innen und in der Bildungsarbeit aktive Kolleg*innen teilnahmen. Das Kolloquium ging von der Einschätzung aus, dass Bildung nicht frei von technologischen, ökologischen, wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und politischen Kontexten gedacht und praktiziert werden kann. Die Initiative möchte dazu beitragen, gesellschafts- und medienkritische Analysen und Praxisaktivitäten zum Thema „Bildung und digitaler Kapitalismus“ in inter- und transdisziplinärer Perspektive zu stärken.

Hierfür plant die Initiative u.a. Kolloquien, Fachtagungen und Treffen zum Austausch und zur Entwicklungsarbeit sowie bildungs- und medienpolitische Stellungnahmen. Seit April 2022 gibt es eine Webseite der Initiative, die schrittweise ausgebaut wird. Am 20./21. Juni 2022 findet in der Akademie der Kulturellen Bildung in Remscheid die Fachtagung zum Thema „Bildung und digitaler Kapitalismus“ statt. Direkt im Anschluss an die Fachtagung ist ein Treffen der Initiative (21. Juni 2022, 16:15 – ca. 18:00). Informationen zu den derzeit Mitwirkenden in der Initiative finden sich hier.

Zur Website der Initiative

Positionspapier zur Weiterentwicklung der KMK-Strategie „Bildung in der digitalen Welt“

Am 7. Oktober 2021 hat die «Ständige wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK)» eine Stellungnahme „zur Weiterentwicklung der KMK-Strategie ‚Bildung in der digitalen Welt'“ (2016) veröffentlicht. Mit der Einrichtung der „Ständigen wissenschaftlichen Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK)“ war und ist der Anspruch verbunden, Erkenntnisse der Bildungsforschung systematisch in die Arbeit der KMK einfliessen zu lassen. Sie berät daher die Kultusministerkonferenz (KMK) in wichtigen Fragen unter der Perspektive des aktuellen Stands der Forschung. Allerdings zeigt sich im konkreten Fall der Stellungnahme zur Digitalisierungsstrategie, dass darin wichtige Forschungsstände fehlen, fokussiert sich diese doch nahezu ausschliesslich auf lernpsychologische und didaktische Forschungsperspektiven. Die tatsächliche Vielfalt an Forschungsbefunden zur Digitalisierung in Bildung bleibt entsprechend systematisch unberücksichtigt. Dazu zählen, um nur einige Beispiele zu nennen, Beiträge aus der Medienpädagogik, der Bildungsinformatik, der kulturellen und politischen Bildung, der Medienethik, der Kindergesundheitsforschung, der Techniksoziologie oder der Datafizierungsforschung. Diese müssen ebenso zum Feld der für Politik relevanten Bildungsforschungsbereiche gezählt werden. Mit diesem Positionspapier fordern wir eine ernst gemeinte Berücksichtigung dieser vielfältigen Befunde sowohl in der Kommission als auch in der politischen Strategieentwicklung.

Zum Positionspapier

Kooperationspartner

Initiative "Bildung und digitaler Kapitalismus"

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