Wie können Kinder und Jugendliche lernen, Zukunft nicht nur zu erwarten, sondern selbst zu gestalten? Genau hier setzt Kulturelle Bildung an: Sie eröffnet Räume für Perspektivwechsel, macht andere Möglichkeiten denkbar und hilft dabei, vertraute Muster zu erkennen und zu verlassen. Das Programm 2027 der Akademie der Kulturellen Bildung widmet sich mit rund 200 Fort- und Weiterbildungen der Frage, wie solche Räume entstehen können – und was es braucht, damit Kinder und Jugendliche ihre Zukunft selbstbestimmt mitgestalten können.
Dafür braucht es Orte, an denen Kinder und Jugendliche Selbstbestimmung erfahren, gemeinsam mit anderen etwas bewegen und sich aktiv einbringen können. „Community Dance – Tanz für alle“ und „Einführung in die Community Music“ zeigen, wie kulturelle Praxis Gemeinschaft schafft und Teilhabe ermöglicht. Angebote wie „Macht – Muster – Patriarchat!?“, „Feministisches Game Design“ und „Playfight – Embodied Systems“ richten den Blick auf Macht, Identität und Selbstbestimmung. Sie machen sichtbar, wie gesellschaftliche Rollenbilder, digitale Räume und körperliche Erfahrungen unser Denken und Handeln prägen – und wie diese Muster hinterfragt und verändert werden können.
Gerade dort, wo alte Muster nicht mehr greifen und das Neue noch nicht da ist, entstehen Räume für Perspektivwechsel. „Social Fiction“ nutzt fiktionale Geschichten, um alternative Zukunftsvorstellungen zu entwickeln und künstlerisch sichtbar zu machen. „Zum Mond und zurück – von Umwelt zu Mitwelt“ lädt dazu ein, Weltbilder zu hinterfragen und kreative Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit zu finden. Kulturelle Bildung wird so zum Erprobungsraum für Zukünfte, die Freude machen und gemeinsam gestaltet werden können.
Zu den weiteren Highlights des Programms 2027 zählen das Spielkulturfestival, die Medienpädagogische Netzwerktagung, der Fachtag Lesefreude, der DGSF-Fachtag Neurodiversität, das Symposium Tanz und Teilhabe sowie das Internationale Erzählfestival 2027 unter dem Motto „Geschichten verbinden“.
Neu im Angebot ist auch die Qualifizierung „Kulturelles Bildungsmanagement (KuBiMan*)“. Als Studium Generale vermittelt sie Grundlagen, Methoden und Strukturen der Kulturellen Bildung und richtet sich an Fachkräfte, die kulturelle Bildungsprojekte konzipieren, koordinieren und strategisch weiterentwickeln möchten.
Der Magazinteil des Programmhefts widmet sich dem Thema „Muster“. Beiträge aus unterschiedlichen Perspektiven zeigen, wie Muster Orientierung geben, Lernprozesse prägen und wie sie verändert oder verlassen werden können. Kulturelle Bildung erscheint dabei als „Musterraum“, in dem neue Möglichkeiten erprobt werden können.
Zeitgleich mit dem Programm 2027 ist die neue Website der Akademie an den Start gegangen. Gedruckte Exemplare des Programms gibt es kostenfrei unter info@kulturellebildung.de bzw. 02191-7940. Das komplette Programm 2027 können Sie hier herunterladen.