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Interkulturelle Lesereihe - Lesung und Gespräch mit dem Autor Ilija Trojanow

Kursnummer

OP 451

Zeitraum

22.11.2018 bis 22.11.2018

19:00 Uhr - Einlass 18:30 h

Beschreibung

Musikalische Begleitung: Mohieddin Hamra (Kanun)

Moderation:
Dr. Jutta Höfel, Referentin und Publizistin in den Bereichen Kunst und Literatur
Wolfgang Luge, Mitkoordinator der Interkulturellen Lesereihe

Beschreibung:
Ilija Trojanow floh als Sechsjähriger mit seiner Familie aus Bulgarien über Jugoslawien und Italien nach Deutschland. 1971 erhielt die Familie dort politisches Asyl, zog 1972 nach Kenia, später nach Nairobi. Nach einem längeren Besuch in Paris studierte Trojanow von 1984 bis 1989 Jura und Ethnologie in München. Zahlreiche Reisen, die ihn nach Indien, in weitere Länder Asiens und nach Afrika führten mündeten in Reportagen über die bereisten Länder.

In seinem ersten 1996 erschienenen Roman Die Welt ist groß und Rettung lauert überall schildert er die Erfahrung seiner Familie als politische Flüchtlinge. Die Themen Flucht, Exil, Heimatlosigkeit, Nomadentum und Kosmopolitismus beschäftigen ihn seitdem immer wieder. So auch in seinem 2017 erschienenen Essay Nach der Flucht, in dem der Autor poetisch und reflektierend von seinen eigenen Prägungen als lebenslang Geflüchteter und seiner transnationalen Existenz erzählt. Heimatlosigkeit muss Trojanow zufolge nicht negativ sein; eine Gefahr sieht er nicht in zuviel Fremdheitserfahrungen, sondern im Verlust von Fremde. Trojanow ist überzeugt davon, dass der Mensch nur in der Form eines kosmopolitischen Daseins überleben kann.

Der Autor veröffentlichte zahlreiche Romane, einen zweisprachigen Gedichtband und mit Juli Zeh den Band Angriff auf die Freiheit. Sicherheitswahn, Überwachungsstaat und der Abbau bürgerlicher Rechte. Trojanow war Gastprofessor an mehreren Universitäten und arbeitet auch als Übersetzer. 2007 war er Stadtschreiber von Mainz und drehte während dieser Zeit den Dokumentarfilm Vorwärts und nie vergessen – Ballade über bulgarische Helden für das ZDF. Seit Januar 2013 ist Trojanow Kurator und Moderator der Gesprächsreihe „Weltausstellung Prinzenstraße“ im Schauspiel Hannover, in der er international renommierte Philosophen, Journalisten, Wissenschaftler und Künstler zu Gast hat.

Trojanow wurde mit verschiedenen Literaturpreisen ausgezeichnet, so dem Adelbert- von- Chamisso- Preis, dem Heinrich Böll –Preis, dem Marburger Literaturpreis, dem Carl Amery- Literaturpreis, Preis der Leipziger Buchmesse. Seine Bücher wurden in 30 Sprachen übersetzt. Er gehört dem deutschen Pen-Zentrum an und lebt überwiegend in Wien.

Ort:
Zentralbibliothek Remscheid
Scharffstraße 4–6
42853 Remscheid

Kosten:
Der Eintritt zur Abendveranstaltung ist frei

In Kooperation mit:
Die Lütteraten e.V - Förderverein der Stadtteilbibliothek Remscheid-Lüttringhausen
Kommunales Integrationszentrum Remscheid
Jugendhilfe Remscheid - Die Schlawiner gGmbH
Deutsch-Indische Gesellschaft Remscheid e.V.
IKE – Förderverein für Interkulturelle Erziehung e.V.
Caritasverband Remscheid e. V.
Katholisches Bildungswerk Wuppertal/Solingen/ Remscheid

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