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Urteilsbildung in Zeiten demokratischer Fassaden und „Alternativer Medien“

Kursnummer

OP 462 a

Zeitraum

20.05.2019 bis 20.05.2019

09:30 h bis 12:30 h

Beschreibung

Im Netz und den Sozialen Medien, in der Schule, der Freizeit, auf der Straße oder im Verein – tagtäglich sind wir gefordert uns Urteile über Sachverhalte und Gruppierungen zu bilden. Wir sollen Bündnisse für Bildung schmieden, neue „Zielgruppen“ ansprechen und in der Stadtgesellschaft mit möglichst vielen Akteuren kooperieren. Doch was, wenn der Verein, mit dem wir kooperieren hinter einer demokratischen Fassade antidemokratisches Gedankengut verbreiten möchte oder ein Geschlechterbild unterhält das Frauen ihr Selbstbestimmungsrecht abspricht?

Hinter bürgerliche Fassaden demokratiefeindlicher Gruppierungen zu blicken kann ebenso schwer sein, wie demokratisch legitimierte Kritik an bestehenden Zuständen von Demagogie zu unterscheiden. Sich ein begründetes Urteil zu bilden scheint angesichts frei erfundener Biografien oder geschickt komponierter und professionell visualisierter Fehlinformationen immer schwieriger. Welche Strategien können helfen, um zu begründeten Urteilen zu kommen?

Hier setzt das Halbtagesseminar an. Im Rahmen praktischer Übungen lernen Sie von einem Journalisten, wie und wo sich sachkompetente Informationen recherchieren, relativ neutrale von interessegeleiteten Quellen und intersubjektiv nachprüfbare Fakten von Interpretationen und Halbwahrheiten unterscheiden lassen. Sie erfahren, wie Sie antidemokratische oder extremistische Organisation erkennen, auch wenn diese sich hinter einer demokratischen Fassade verstecken. Sie bekommen Tipps und Anregungen, wie Sie als Eltern oder Pädagogen Meinungsbildungsprozesse und Urteilsbildung von Kindern und Jugendlichen unterstützen können. Immer im Blick dabei: die Gratwanderung zwischen berechtigter Kritik am Bestehenden und dem ungezügelten Griff nach der Macht im Namen des Volkes.

Zielgruppe: alle, die sich häufig und schnell ein fundiertes Urteil über Sachverhalte und Gruppierungen bilden müssen und/oder die junge Menschen bei der Meinungsbildung unterstützen möchten, Eltern, Lehrer*innen und Pädagoge*innen in der kulturellen Bildung, Jugendhilfe und Sozialarbeit

Kosten: 
50, 00 Euro – Möglichkeit zur Teilnahme am Mittagessen zzgl. 10,00 Euro

Bei gleichzeitiger Buchung des Nachmittagskurses zum Thema „Fake News ( OP 462 b) für beide Kurse 90,00 Euro zzgl. 15, 00 Tagespauschale für Verpflegung

Informationen zu Programm/Kursinhalten:
Dolores Smith Tel: 02191 794 -199, smith@kulturellebildung.de

Anmeldung/allgemeine Information:
Katharina Gianni Tel: 02191 794 -198, gianni@kulturellebildung.de

Kursleitung

  • Volker Siefert
    Volker Siefert

    Der Leiter des Workshops arbeitet als freier Journalist für den Hessischen Rundfunk und andere Medien, wo Recherchen im Feld des Extremismus einer seiner Arbeitsschwerpunkte sind.

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