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Internationales Erzählfestival 2021

Internationales Erzählfestival 2021

Generationen im Dialog

Unter dem Motto „Generationen im Dialog“ treffen sich vom 12. bis 16. Mai 2021 wieder Erzähler*innen aus allen Himmelsrichtungen an der Akademie der Kulturellen Bildung. Es bringt verschiedene Generationen miteinander ins Gespräch und räumt auch generationenspezifischen Erzählformen Platz ein. Das Festival wendet sich an alle, die zeitgemäße Formen des Erzählens und unterschiedliche Veranstaltungsformate für Erzählkunst kennenlernen wollen, um selbst Geschichten zu präsentieren. In Workshops vermitteln professionelle Erzähler*innen ihre Kunst und zeigen sie öffentlich, teils an ungewöhnlichen Orten.

Workshops für Anfänger*innen und Fortgeschrittene

Das Internationale Erzählfestival bietet ein Programm, das künstlerisch-handwerklichen Input sowohl für Anfänger*innen wie Fortgeschrittene bereithält: Für erfahrene Erzähler*innen leiten Julia Klein und Tillman Warnke einen Workshop zur Bearbeitung realer Erlebnisse als fiktive Geschichten, während Raymond den Boestert gemeinsam mit Fabian Chyle Verbindungen zwischen Erzählkunst und Choreografie zeigt. Beim Poetry-Slam-Workshop mit Marian Heuser (NRW-Vizemeister 2017) lernt man eine andere Form der Erzählkunst kennen. Zahlreiche weitere Kurzworkshops widmen sich u.a. dem mehrsprachigen Erzählen (Maria Carmela Marinelli) oder dem medialen Storytelling (Horst Pohlmann).

Vor Beginn des Workshop-Programms präsentiert die Akademie am Eröffnungsabend einen Querschnitt aus drei viel beachteten Erzählstücken: In „Eskalation“ zeigen Julia Klein und Tilmann Warnke mit Geschichten aus dem wahren Leben, was passiert, wenn Trennungen vor dem Familiengericht eskalieren. Maria Carmela Marinelli verbindet eine humorvolle autobiographische Liebesgeschichte mit Reise-Erfahrungen auf dem Weg zum selben Ziel: dem Glück. Und Britta Wilmsmeier begibt sich in „Käthe 35“ auf eine Reise zum steinernen Zeugen eines Jahrhunderts voller Geschichte und Geschichten.

Programm 2021

Mittwoch, 12.5.2021

16:00 Uhr
Festivaleröffnung
mit Workshop-Präsentationen, Grußworten und Programmvorstellung
Ort: Akademie der Kulturellen Bildung

17:00 Uhr
Erzählwanderung rund um die Akademie
Rainer Mensing & Erzähler*innen
Startpunkt: Akademie der Kulturellen Bildung
Eintritt frei!

18:00 Uhr
Quatschen mit Soße
Abendimbiss und Plausch am Grill

19:00 Uhr
Erzähl-Gala mit Musik
● Die Feder und der Spiegel
● Eskalation
● Käthe 35. Biografie eines Berliner Hauses. Oder: Die drei Geschlechter

Ort: Akademie der Kulturellen Bildung
Eintritt: 12 € / ermäßigt: 6

Im Anschluss: Ausklang des Abends auf Distanz in der Bar der Akademie

Donnerstag, 13.5.2021

9:00 – 12:00 Uhr
WORKSHOPS

  • Deine Geschichte – ein Spiel!
  • Wenn der rote Faden „blu“ klingt. Die Kunst des mehrsprachigen Erzählens
  • Aus dem Leben auf die Bühne. Realitätsbasierte Fiktion

Ort: Akademie der Kulturellen Bildung

12:30 – 13:00 Uhr
Lunch in der Cafeteria

15:00 – 18:00 Uhr
WORKSHOPS

  • Tanz und Choreografie des Erzählens I
  • Erzählte Geschichte I
  • Dein Text, deine Bühne, dein Mikrofon. Poetry-Slam-Workshop

Ort: Akademie der Kulturellen Bildung

19:30 Uhr
Ideen-Café
Ort: Akademie der Kulturellen Bildung

Im Anschluss: Ausklang des Abends auf Distanz in der Bar der Akademie

Freitag, 14.5.2021

9:00 – 12:00 Uhr
WORKSHOPS

  • Tanz und Choreografie des Erzählens II
  • Erzählte Geschichte II
  • Dein Text, deine Bühne, dein Mikrofon. Poetry-Slam-Workshop II

Ort: Akademie der Kulturellen Bildung

12:30 – 13:00 Uhr
Lunch in der Cafeteria

15:00 – 18:00 Uhr
WORKSHOPS

  • Tanz und Choreografie des Erzählens III
  • Erzählte Geschichte III
  • Dein Text, deine Bühne, dein Mikrofon. Poetry-Slam-Workshop III

Ort: Akademie der Kulturellen Bildung

19:30 Uhr
AUF GRUND – zu Ehren eines gelebten Lebens
Erzählstück von Ragnhild A. Mørch

Ort: Teo Otto Theater Remscheid
Eintritt: 12 €/ ermäßigt: 6 €

Im Anschluss: Ausklang des Abends auf Distanz in der Bar der Akademie

Samstag, 15.5.2021

10:00 – 12:30 Uhr
Erzählfestival – Offene Bühne
Forum für Präsentationen aus den Workshops und eigene Erzählungen
Ort: Akademie der Kulturellen Bildung
Eintritt frei!

Sonntag, 16.5.2021

10:00 – 12:00 Uhr
ONLINE-WORKSHOPS

  • Digitale Storywelten – frei erzählt
  • Über Grenzen
  • Urban Storytelling

Workshops & Events

Festival-Eröffnung

Wie treten Generationen erzählend miteinander in Dialog? Was kann den Austausch fördern oder erschweren? Welche Chancen bietet die Erzählkunst für ein gelungenes Zusammenleben? Unter diesen Fragestellungen steht das Programm des diesjährigen Internationalen Erzählfestivals.

Mittwoch, 12.5.2021 – 16 Uhr, Akademie der Kulturellen Bildung

Erzählwanderung rund um die Akademie

Angeblich liegen Geschichten ja auf der Straße. Die Erzählwanderung rund um die Akademie der Kulturellen Bildung beweist, dass sie auch an Wiesen, Pferdekoppeln und im Wald zu finden sind. Überall dort – unter Bäumen, an Bächen und Weggabelungen – besuchen wir Plätze zum Erzählen und Zuhören. Die Geschichten sind mal fröhlich verspielt, mal besinnlich und anrührend oder düster und unheimlich. Aber ganz gleich, was sie erzählen, es wird ein Fest für die Ohren.

Mittwoch, 12.5.2021 – 17 Uhr, Startpunkt: Akademie der Kulturellen Bildung
Eintritt frei!

Rainer Mensing

Rainer Mensing

Erzähler

Rainer Mensing arbeitet als Pädagoge und Erzähler. Als Pädagoge ist er seit mehr als 20 Jahren für einen Jugendverband tätig, als Erzähler tritt er seit 10 Jahren auf. In Kirchen, auf Fördertürmen, Winzerhöfen oder in Bankfilialen erzählt er eigene Geschichten und solche, die ihm irgendwann erzählt wurden. Darunter sind Märchen, Sagen und Mythen, aber auch biografische Geschichten. Sein Wissen über das Erzählen gibt er in Workshops und Kursen weiter. Früher hat er auch mal gezaubert, möchte aber heute lieber nicht mehr darauf angesprochen werden.

Erzähl-Gala in der Akademie der Kulturellen Bildung

Ein Querschnitt durch drei viel beachtete Erzählungen.

Mittwoch, 12.5.2021 – 19 Uhr, Akademie der Kulturellen Bildung
Eintritt: 12 € / ermäßigt: 6 €

Erzählstück: Die Feder und der Spiegel

Flughafen Bari-Palese. Nach dem Check-in drehe ich mich um und entdecke sie, hinter einer Säule versteckt. Meine Mutter lächelt mich an und schiebt unauffällig die Tasche zu mir. Seit Jahren schmuggle ich in dieser Tasche regelmäßig Tonnen von Lebensmitteln nach Deutschland. „Damit du nicht verhungerst“ sagt sie zu mir.

Maria Carmela Marinelli (Erzählerin) und Elettra Bargiacchi (Musikerin) zeigen einen Auszug aus ihrer Performance „Die Feder und der Spiegel“ – auf Deutsch und Italienisch! Eine humorvolle autobiographische Liebesgeschichte zwischen Mutter und Tochter verbindet sich mit unterschiedlichen Reise-Erfahrungen auf dem Weg zum selben Ziel: das Glück finden.

Elettra Bargiacchi

Elettra Bargiacchi

Musikerin

Elettra Bargiacchi ist Musikerin, Komponistin und Sounddesignerin, ausgebildet in Mailand (Italien), wo sie ihr Masterstudium in klassischer Gitarre abgeschlossen hat. Sie arbeitet sowohl als Live-Musikerin, als auch in ihrem Tonstudio als Komponistin und Sound-designerin. Sie arbeitet gerade für die bekannten amerikanischen Firmen Timbuktu und Big Life Journal, als Sounddesignerin für die weltweit verbreiteten Podcasts „Good night Stories for Rebel Girls“ und „Big Life Kids“. Als Musikerin spielt sie sowohl als Solo-Gitarristin als auch in Ensembles und als Bassistin in Bands und in anderen Projekten. Seit 2014 trit sie mit Maria Carmela Marinelli in Deutschland und Italien auf.

Maria Carmela Marinelli 1

Maria Carmela Marinelli

Erzählerin

Maria Carmela Marinelli, professionelle Erzählerin, Theaterpädagogin M.A. und DaF/DaZ-Lehrerin, ausgebildet an der Universität der Künste Berlin und an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, ist in Erzählprojekten in Berlin und Sachsen tätig, tritt bei internationalen Erzählfestivals auf und leitet Fortbildungen über Erzählen und Mehrsprachigkeit. Sie erzählt vital, suggestiv, voller Humor, mit überbordendem Temperament, auf Deutsch, Italienisch, Spanisch – und wenn die Sprache nicht mehr ausreicht auch mit Händen, Füßen und einem großen Herzen.

Erzählstück: Eskalation

Der Gerichtspsychologe Tilmann Warnke und die Geschichtenhändlerin Julia Klein erzählen erfundene Geschichten aus dem echten Leben.
Eskalation ist der Mechanismus, der normale Menschen zu verrückten Taten treibt. Im Familienrecht geht das auf Kosten der Kinder, die man ja eigentlich schützen möchte. Plötzlich zählen Eltern die Minuten, die ihr Kind mit dem anderen Elternteil verbringt, betrachten Schwimmbadbesuche als Kindeswohlgefährdung und verweigern die Zustimmung zu ärztlichen Behandlungen. Und sie treiben ihre Anwälte zu Angriffen, die alles nur noch schlimmer machen. Die fiktiven Geschichten aus dem realen Berufsleben eines familienrechtspsychologischen Sachverständigen führen dem Publikum vor Augen, was passiert, wenn Trennungen vor dem Familiengericht erst richtig eskalieren.

Julia Klein 1

Julia Klein

Erzählerin

Julia Klein ist seit 2002 als Geschichtenhändlerin mit ihren Erzählprogrammen in Bremen, Deutschland und international unterwegs. Als künstlerische Leiterin des internationalen Erzählfestivals „Feuerspuren“ versetzt sie seit 2007 den Bremer Stadtteil Gröpelingen ins Erzählfieber. Im Dialog mit Kolleg*innen verschiedener Sparten arbeitet sie an zeitgenössischen Erzählformaten für Erwachsene, Jugendliche und Kinder. An der Universität Bremen entwickelte sie zusammen mit Prof. Johannes Merkel das Geschichtenerzählen als Mittel zur Sprachbildung.

Tilmann Warnke 1

Tilmann Warnke

Schauspieler

Tilmann Warnke hat Schauspiel und Psychologie studiert und einige Jahre als Schauspieler gearbeitet. Anschließend hat er Drehbücher für das kleine Fernsehspiel und das ZDF geschrieben. Seit zehn Jahren arbeitet er als psychologischer Sachverständiger für Familienrecht für Gerichte in Bremen und Niedersachsen.

Erzählstück: Käthe 35 – Biografie eines Berliner Hauses
Oder: Die drei Geschlechter

Vor Jahren stand Britta Wilmsmeier vor einem Bild des Fotografen Harf Zimmermann. Auf dem 1986 in Ostberlin aufgenommenen Foto war eine Frau mit einem dicken Hund zu sehen – auf Wilmsmeiers Balkon! Wer war diese Frau? Wer hatte in ihrer Wohnung, ihrem Haus gewohnt? Wilmsmeier begann, Stein für Stein ihres Hauses umzudrehen. In „Käthe 35“ begibt sie sich auf eine Reise zum steinernen Zeugen eines Jahrhunderts voller Geschichte und Geschichten und fragt: Was bleibt? Und wer erzählt hier wem seine Geschichte? Ihr Erzählprogramm wird musikalisch kommentiert von dem Jazzmusiker Roman Ott.

Roman Ott 1

Roman Ott

Musiker

Roman Ott studierte Jazz-Saxophon, Klavier, Komposition, Gehörbildung und Arrangement an der Folkwang Hochschule Essen und der UdK Berlin. In Maryland (USA) gewann er den „Outstanding Solo Award“ für sein Saxophon-Spiel. Als Bandleader bespielt er mit seinem Quartett internationale Jazzclubs und Festivals. Zudem arbeitet Ott als musikalischer Leiter, Komponist, Arrangeur und Schauspieler an der Berliner Volksbühne, dem Hau 1 und der Vagantenbühne, u.a. mit Regisseur*innen wie R. Pollesch, C. Groß, U. Schall und C. Mylord. Sein neues Album erscheint 2020.

Britta C. Wilmsmeier

Britta C. Wilmsmeier

Erzählerin

Britta C. Wilmsmeier studierte in Leipzig und Leicester (UK) Literatur- und Kulturwissenschaften. Nach ihrem Studium wanderte sie nach London aus, sammelte Jobs und Erfahrungen und begann, das Erzählen zu ihrem Beruf zu machen. Bei The Whole Story, Arts Council: Arts in Education bildete sie sich interdisziplinär weiter. Außerdem absolvierte sie Erzählausbildungen bei Jana Raile und Teatro due Mondi (Italien) und reiste als Erzählerin für das Goethe-Institut nach Russland. Sie erzählt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene und entwickelt Workshops für Geflüchtete.

Deine Geschichte? Ein Spiel!

Geschichten machen Lust auf Sprache. Aber wie kann man Kinder und Jugendliche dazu bringen, selbst Geschichten zu erzählen? Über Spiele! Spiele, bei denen sie auf Entdeckungsreise gehen, bei denen sie miteinander kooperieren oder sich gegenseitig faustdicke Lügen auftischen, um davonzukommen. Welche Spielprinzipien sich für das Erzählen eignen und wie diese eingesetzt werden können, ist Inhalt dieses Workshops. Und natürlich werden die Teilnehmer*innen selbst ausgiebig spielen und erzählen.

Donnerstag, 13.5.2021 – 9 Uhr, Akademie der Kulturellen Bildung

Rainer Mensing

Rainer Mensing

Erzähler

Rainer Mensing arbeitet als Pädagoge und Erzähler. Als Pädagoge ist er seit mehr als 20 Jahren für einen Jugendverband tätig, als Erzähler tritt er seit 10 Jahren auf. In Kirchen, auf Fördertürmen, Winzerhöfen oder in Bankfilialen erzählt er eigene Geschichten und solche, die ihm irgendwann erzählt wurden. Darunter sind Märchen, Sagen und Mythen, aber auch biografische Geschichten. Sein Wissen über das Erzählen gibt er in Workshops und Kursen weiter. Früher hat er auch mal gezaubert, möchte aber heute lieber nicht mehr darauf angesprochen werden.

Wenn der rote Faden „blu“ klingt
Die Kunst des mehrsprachigen Erzählens

Nonna, perchè hai tanti peli sulla mano?“, fragte das Mädchen.
Weil ich viele Ringe getragen habe, als ich jung war“, antwortete die Großmutter.
Was hat das Mädchen gefragt? Der rote Faden einer Geschichte, die fortlaufend mehrsprachig erzählt wird, verschwindet für einen Augenblick. Beim Lesen mag es mühsam sein, den Sinn dieser Passage zu erschließen. Aber beim Zuhören einer lebendig erzählten Geschichte – that’s another story! In diesem Workshop werden wir uns selbst mehrsprachig ausprobieren, nach dramaturgisch-strategischen Stellen für den Sprachwechsel suchen und „zweifarbig“ erzählen.

Donnerstag, 13.5.2021 – 9 Uhr, Akademie der Kulturellen Bildung

Maria Carmela Marinelli 1

Maria Carmela Marinelli

Erzählerin

Maria Carmela Marinelli, professionelle Erzählerin, Theaterpädagogin M.A. und DaF/DaZ-Lehrerin, ausgebildet an der Universität der Künste Berlin und an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, ist in Erzählprojekten in Berlin und Sachsen tätig, tritt bei internationalen Erzählfestivals auf und leitet Fortbildungen über Erzählen und Mehrsprachigkeit. Sie erzählt vital, suggestiv, voller Humor, mit überbordendem Temperament, auf Deutsch, Italienisch, Spanisch – und wenn die Sprache nicht mehr ausreicht auch mit Händen, Füßen und einem großen Herzen.

Aus dem Leben auf die Bühne
Realitätsbasierte Fiktion für Erzähler*innen

Ausgangspunkt des Workshops sind die Erfahrungen in der Entwicklung des Erzählprogramms „Eskalation“. Reale Erlebnisse aus dem Berufsleben eines Gerichtspsychologen bildeten hier die Grundlage für fiktive Erzählungen. Das Leben schreibt die unglaublichsten Geschichten, doch aus verschiedenen Gründen können viele von ihnen nicht öffentlich erzählt werden. Um diese Inhalte trotzdem auf die Bühne zu bringen, ist ein künstlerischer Bearbeitungsprozess erforderlich. In spielerischen Übungen werden Erlebnisse der Teilnehmer*innen bearbeitet und in der Diskussion Herangehensweisen erörtert.

Donnerstag, 13.5.2021 – 9 Uhr, Akademie der Kulturellen Bildung

Julia Klein 1

Julia Klein

Erzählerin

Julia Klein ist seit 2002 als Geschichtenhändlerin mit ihren Erzählprogrammen in Bremen, Deutschland und international unterwegs. Als künstlerische Leiterin des internationalen Erzählfestivals „Feuerspuren“ versetzt sie seit 2007 den Bremer Stadtteil Gröpelingen ins Erzählfieber. Im Dialog mit Kolleg*innen verschiedener Sparten arbeitet sie an zeitgenössischen Erzählformaten für Erwachsene, Jugendliche und Kinder. An der Universität Bremen entwickelte sie zusammen mit Prof. Johannes Merkel das Geschichtenerzählen als Mittel zur Sprachbildung.

Tilmann Warnke 1

Tilmann Warnke

Schauspieler

Tilmann Warnke hat Schauspiel und Psychologie studiert und einige Jahre als Schauspieler gearbeitet. Anschließend hat er Drehbücher für das kleine Fernsehspiel und das ZDF geschrieben. Seit zehn Jahren arbeitet er als psychologischer Sachverständiger für Familienrecht für Gerichte in Bremen und Niedersachsen.

Ideen-Café

Nach zwei Tagen voller Geschichten und Workshop-Eindrücke laden wir zum kreativen Austausch ein: Mit welchen Ideen beflügeln wir die Geschichten- und Erzähllandschaft? Gibt es neue interessante Story-Projekte, die zur Nachahmung anregen? Welche Formate haben sich bewährt oder sind in Planung? Welche Chancen bieten sie und vor welche Herausforderungen stellen sie die Macher? An Tischen tauschen sich Ideengeber*innen und Interessierte über Bewährtes und Mögliches aus. Eine Ideenschmiede nach Art der Akademie: aus der Praxis für die Praxis. Dazu lädt Dorothea Nennewitz als Moderatorin ein.

Donnerstag, 13.5.2021, 19:30 Uhr, Akademie der Kulturellen Bildung

Dorothea Nennewitz 1

Dorothea Nennewitz

Erzählerin

Dorothea Nennewitz arbeitet seit vielen Jahren als freiberufliche Erzählerin, Naturpädagogin und ist in der Erwachsenenbildung tätig. In ihren Erzählprogrammen verknüpft sie natur- und kulturwissenschaftliche Phänomene mit traditionellen und modernen Erzählstoffen. Als Vorsitzende von Erzählenswert e.V. konzipiert und organisiert sie regelmäßig Erzählprojekte, wie das soziokulturelle Projekt „Unbox Deine Stadt®“, „WortWelten – Erzählkunst in einer mongolischen Jurte“ oder die Reihe „O-Ton: Erzählkunst im Braunschweiger Land“. Für die Erzählwerkstatt Braunschweig hat sie im Team eine Offene Erzählbühne und eine Jugenderzählbühne ins Leben gerufen. In ihren Workshops zeigt sie Möglichkeiten, lebendiges, aktives, gestaltendes Geschichtenerzählen in soziokulturellen oder naturpädagogischen Kontexten einzusetzen. 

Tanz und Choreografie des Erzählens

In dieser Masterclass treffen sich Erzählkunst, Tanz und Choreografie! Auf Basis einer Erzählung experimentieren wir mit den choreografischen Perspektiven Körper, Raum und Zeit: Wie verhalten sich Erzählung und Choreografie zueinander? Wie entstehen Narratives und Nicht-Narratives? Wie können Teile der Erzählung verkörpert und diese Verkörperungen als parallele Erzählfäden genutzt werden? An der Schnittstelle zweier Disziplinen zeigt sich, wie diese sich gegenseitig verstärken. Eine Masterclass für Erzähler*innen mit praktischer Erfahrung. Keine tänzerische Vorbildung erforderlich!

Donnerstag, 13.5. & Freitag, 14.5.2021, Akademie der Kulturellen Bildung

Dr. Fabian Chyle

Dr. Fabian Chyle

Dozent für Tanz und Performance

Choreograf/Performer, Tanzvermittler, Tanz-/ Bewegungstherapeut, Heilpraktiker für Psychotherapie und DanceAbilty® Master Trainer. Fabian Chyle-Silvestri realisierte transdisziplinäre Tanz- und Performanceprojekte, mehrjährige soziokulturelle Projektreihen und Symposien in der Schnittmenge von Tanz, Performance, Theorie und Forschung. 2016 Promotion zu „Körper- und bewegungsbasierten Interventionen mit männlichen Straftätern“.

den Boestert, Raymond 2

Raymond den Boestert

Gastdozent

Raymond den Boestert ist seit 25 Jahren Geschichtenerzähler und Erzähldozent. Neben Bühnenauftritten im In- und Ausland leitet er in den Niederlanden (Utrecht) die größte Erzählschule im niederländischen Sprachraum – die Vertelacademie und gibt dort und andernorts seine reiche Erfahrung als Dozent für Erzählkunst weiter.

Erzählte Geschichte

In diesem Workshop arbeiten wir daran, Historisches in eine erzählbare Form zu bringen – wie in dem Erzählstück „Käthe 35 – Biografie eines Berliner Hauses“ (Mittwoch, 12.5.2021). Dabei muss einiges bedacht werden: Wie der Drahtseilakt zwischen künstlerischer Freiheit, historischen Fakten und der Integrität realer Personen gelingt. Oder wie man aus dem Anekdotischen eine tragende Geschichte produzieren kann. Die Workshop-Teilnehmer*innen sollen nicht zuletzt eine Haltung gegenüber dem gelebten Leben entwickeln, um dieses dann umsichtig ins Erzählerische umsetzen zu können.

Donnerstag, 13.5. & Freitag, 14.5.2021, Akademie der Kulturellen Bildung

Britta C. Wilmsmeier

Britta C. Wilmsmeier

Erzählerin

Britta C. Wilmsmeier studierte in Leipzig und Leicester (UK) Literatur- und Kulturwissenschaften. Nach ihrem Studium wanderte sie nach London aus, sammelte Jobs und Erfahrungen und begann, das Erzählen zu ihrem Beruf zu machen. Bei The Whole Story, Arts Council: Arts in Education bildete sie sich interdisziplinär weiter. Außerdem absolvierte sie Erzählausbildungen bei Jana Raile und Teatro due Mondi (Italien) und reiste als Erzählerin für das Goethe-Institut nach Russland. Sie erzählt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene und entwickelt Workshops für Geflüchtete.

Dein Text, deine Bühne, dein Mikrofon
Poetry-Slam-Workshop

Poetry Slams erscheinen denkbar einfach: Autor*innen treten mit ihren selbstgeschriebenen Texten gegeneinander an, das Publikum ist die Jury. Inhaltlich ist (fast) alles erlaubt, performativ sowieso, nur Hilfsmittel wie Verkleidungen oder Instrumente sind tabu. Der vermeintlich kleine Schritt auf die Bühne erfordert jedoch Mut, denn es gilt: Nur du, dein Text, deine fünf Minuten und das Mikrofon! Was hast du zu sagen? Wie willst du es sagen? Und was hält das Publikum davon? Spiele mit der Sprache und sorge für den größten Applaus im Saal!

Donnerstag, 13.5. & Freitag, 14.5.2021, Akademie der Kulturellen Bildung

Marian Heuser 1

Marian Heuser

Poetry Slammer

2008 erklomm Marian Heuser die Poetry-Slam-Bühnen der Republik. Bei seinem vierten Auftritt stand er bereits im Finale der NRW-Meisterschaften. Der NRW-Vizemeister 2017 und Niedersachsen-Meister 2012 ist in der politischen Lyrik und Prosa zuhause und hat sich außerdem als Veranstalter und Moderator einen Namen gemacht. 2018 richtete er in seiner Heimatstadt Lüdenscheid die Landesmeisterschaft im Poetry Slam aus. Heuser leitet Poetry Slam Workshops an Schulen und Universitäten und ist Lehrbeauftragter an der FH Dortmund.

Erzählstück: AUF GRUND – zu Ehren eines gelebten Lebens

Bølgende blå og blåne bak blåne. An Land die Großtante und im Fjord ihre Insel: Kindheitsparadies. Sonnenreich. Wolkenlos. Es blitzt und blinkt in dunklem Wasser – salzig gewaltig – während im Untergrund der norwegische Widerstand gegen die deutsche Besatzung wächst. Als es am 18. März 1944 an der Tür klingelt, geht er, um zu öffnen. Und kommt nicht wieder.

„Auf Grund“ verwebt Familiengeschichte aus drei Generationen zu einem Puzzle von Erzählungen. Ragnhild Mørch vereint deutsche Lyrik mit skandinavischem Liedgut, zwei Sprachen und der Poesie von Pappkartons. Eine Hommage an eine einzigartige Frau, deren Stärke eine ganze Familie zusammenhielt.

Freitag, 14.5.2020 – 19:30 Uhr, Teo Otto Theater in Remscheid
Eintritt: 12 € / ermäßigt: 6 €

Ragnhild A. Mørch

Ragnhild A. Mørch

Erzählerin

Ragnhild A. Mørch (B.A., M.A.) studierte Erzählkunst, Theaterregie und Mime Corporel und  arbeitete bis 2005 als Regisseurin und Erzählerin in Norwegen und England. Seither konzentriert sie sich auf die performative Erzählkunst und übernahm 2011 die Leitung des Zertifikatskurses „Künstlerisches Erzählen“ an der Universität der Künste Berlin. Als Erzählerin wird sie regelmäßig zu internationalen Festivals in ganz Europa eingeladen und tritt in Nordamerika auf. Mørch erzählt auf Deutsch, Norwegisch und Englisch und bereichert ihr Erzählen mit einem einzigartigen, performativen Stil.

Erzählfestival – Open Stage

Die Offene Erzählbühne heißt am Samstagvormittag alle willkommen, die etwas zu erzählen haben. Sei es eine Geschichte, die in einem der Festival-Workshops entstanden ist, eine Erzählung aus dem eigenen Repertoire oder eine Anekdote, die man schon lange einmal zum Besten geben wollte – die Akademie bereitet dafür die Bühne. Nicht zuletzt finden angehende Erzähler*innen hier die Gelegenheit, wichtige Erfahrungen im freien Erzählen vor Publikum zu sammeln. Dorothea Nennewitz, eine der Leiter*innen der Erzählbühne Braunschweig, führt durchs Programm. 

Samstag, 15.5.2021 – 10 Uhr, Akademie der Kulturellen Bildung
Eintritt frei!

Online-Workshop: Digitale Storywelten frei erzählt

Das Leben steckt voller Geschichten, die nur darauf warten, erzählt zu werden. Kinder und Jugendliche lieben Comics, Zeichentrick, Hörspiele, Filme, Internetseiten und Computerspiele. Wie können mediale Spiel- und Unterhaltungswelten Kindern und Jugendlichen als Impulsgeber für Erzählungen dienen? Wie kann man Kinder und Jugendliche animieren, selbst zu Erzähler*innen zu werden? Welche Kompetenzen lassen sich fördern und auf was kommt es dabei an? In diesem Workshop probieren Sie es aus!

Sonntag, 16.5.2021 – 10 Uhr

Pohlmann, Horst

Horst Pohlmann

Dozent für Medienpädagogik

Diplom-Sozialpädagoge, MedienSpielPädagoge (M. A.). Bis 2006 Mitarbeit in der Fachstelle Medienpädagogik/Jugendmedienschutz der Stadt Köln; 2007 bis 2015 Co-Leitung von Spielraum – Institut zur Förderung von Medienkompetenz am Institut für Medienforschung und Medienpädagogik der TH Köln. Koordination des Weiterbildungsstudiengangs „Handlungsorientierte Medienpädagogik“ der Donau-Universität Krems und der TH Köln in Kooperation mit der Akademie der Kulturellen Bildung.

Online-Workshop: Über Grenzen

Wer Grenzen übertritt, bringt Geschichten mit. So gehen Geschichten auf Reisen, begegnen anderen Menschen mit ihren eigenen Geschichten – und verändern sich dabei. Inspiriert von Begegnungen während des Internationalen Erzählfestivals, regt dieser Workshop dazu an, gemeinsam Geschichten (weiter) zu entwickeln. Im digitalen Raum trotzen die Teilnehmer*innen der geographischen Distanz, um miteinander und füreinander zu erzählen. Dazu lassen sie sich von Werken der Bildenden Kunst anregen, die sie in neue Kontexte stellen.  

Sonntag, 16.5.2021 – 10 Uhr

den Boestert, Raymond 2

Raymond den Boestert

Gastdozent

Raymond den Boestert ist seit 25 Jahren Geschichtenerzähler und Erzähldozent. Neben Bühnenauftritten im In- und Ausland leitet er in den Niederlanden (Utrecht) die größte Erzählschule im niederländischen Sprachraum – die Vertelacademie und gibt dort und andernorts seine reiche Erfahrung als Dozent für Erzählkunst weiter.

Online-Workshop: Urban Storytelling

Urban Storytelling entwickelt Geschichten frei und in direktem Kontakt mit Kindern vor Ort in ihrem jeweiligen Stadtteil. Zentrale Plätze, Ereignisse oder vertraute Menschen finden sich in den Geschichten wieder. Die Straßenecke wird zum Ausgangspunkt einer Abenteuergeschichte, die Schaukel zum auslösenden Konflikt. Julia Klein, Geschichtenerzählerin und Leiterin des Projekts „Urban Storytelling“ (Kultur vor Ort e.V., Bremen), zeigt in diesem Workshop, wie Urban Storytelling auch auf Distanz und eventuell sogar online gelingen kann.  

Sonntag, 16.5.2021 – 10 Uhr

Julia Klein 1

Julia Klein

Erzählerin

Julia Klein ist seit 2002 als Geschichtenhändlerin mit ihren Erzählprogrammen in Bremen, Deutschland und international unterwegs. Als künstlerische Leiterin des internationalen Erzählfestivals „Feuerspuren“ versetzt sie seit 2007 den Bremer Stadtteil Gröpelingen ins Erzählfieber. Im Dialog mit Kolleg*innen verschiedener Sparten arbeitet sie an zeitgenössischen Erzählformaten für Erwachsene, Jugendliche und Kinder. An der Universität Bremen entwickelte sie zusammen mit Prof. Johannes Merkel das Geschichtenerzählen als Mittel zur Sprachbildung.

Anmeldung

Buchung

204 €
Kursgebühr
210 €
Unterkunft & Verpflegung (inkl. USt.)

Die Kursgebühren für das Erzählfestival beinhalten den Eintritt zu allen Erzählevents.

Einzel-Tickets für die Erzählabende am 12.5. in der Akademie und am 14.5. im Teo Otto Theater können Sie bei Marina Stauch (stauch@kulturellebildung.de / Tel.: 02191-7940) vorbestellen oder an der Abendkasse kaufen.

Angemeldete Teilnehmer*innen können voraussichtlich ab April die Workshops auswählen.

Kooperationspartner

Logo Caritas
Logo Caritas Vielfalt
Logo Stiftung Sparkasse Remscheid
Logo Teo Otto Theater der Stadt Remscheid
Logo Stadt Remscheid Kultur

Kontakt und buchen

Noch Fragen zum Ablauf oder zu Kursen allgemein?
Kontaktieren Sie uns über info@kulturellebildung.de oder unter +49 2191 7940