Fachbereich Baukultur
Überblick
Kann Architektur einen Witz machen? Kann uns ein Platz einladen? Gibt es verbotene Orte – auch ohne Schild, Zaun oder Mauer? Die gebaute Umwelt wirkt sich auf unser Wohlbefinden aus und entscheidet über Möglichkeiten der Aneignung, Begegnung, Teilhabe und Zugehörigkeit. Sie organisiert unser Zusammenleben. Und doch ist die gebaute Umwelt nicht naturgegeben, sie ist von Menschen gestaltet und damit gestaltbar.
Mit baukultureller Bildung gehen Sie dieser Gestaltung auf den Grund: Sie schärfen Ihre Wahrnehmung, deuten und dekonstruieren gebaute Umwelt und stellen vermeintliche Gegebenheiten zur Disposition. Sie erforschen Raumpraktiken und experimentieren mit ihnen. Die Welt wird zum Labor – vom einzelnen Gebäude oder Bauvorhaben über partizipative Planungsprozesse bis hin zu Nachhaltigkeit, Erinnerungskultur und postmigrantischen Perspektiven.
Baukulturelle Bildung knüpft an unsere Lebenswelten an und ist daher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen von Bedeutung: ob in der Kita, in der Schule oder in der Kinder- und Jugendarbeit, im Stadtteil oder in der ganzen Welt. Mithilfe baukultureller Bildung können Menschen mitreden und mitgestalten. Damit ist sie auch Demokratiebildung, denn sie verhandelt die zentrale Frage: Wie wollen wir zusammenleben?
Qualifizierungen im Fachbereich Baukultur
Qualifzierung
Kurse und Fortbildungen, die bald starten:
Maschinenschein Holz
Online-Kurs – Die Baukultur-Werkzeugkiste
Viele verschiedene Räume denken
Online-Kurs – Utopie in Architektur und Planung
Unser gesamtes Kursangebot im Fachbereich
Aktuelles aus dem Fachbereich
- Rund 190 Fort- und Weiterbildungen: Programm 2026 der Akademie der Kulturellen Bildung erschienen
- Gastfreundschaft – zwischen Tür und Angel. Eine „türische“ Betrachtung
- Baukultur-Netzwerktreffen bietet Gelegenheit für Austausch und Vernetzung
- Programm 2025 der Akademie erschienen – rund 180 Fort- und Weiterbildungen
Team
Dr. Kawthar El-Qasem
Studium der Architektur (FHD), Aufbaustudium Baukunst an der Kunstakademie Düsseldorf und Promotion an der Bauhaus-Universität Weimar (Sozialwissenschaftliche Stadtforschung). Forschung und Veröffentlichung zur palästinensischen mündlichen Überlieferung. Tätigkeiten in Architekturbüros, in der Anti-Rassismus-Arbeit, in Demokratie- und Bildungsprojekten in Kooperation mit verschiedenen Trägern, zuletzt für die Opferberatung Rheinland. Diverse Lehrtätigkeiten. Internationale Vortragstätigkeit. Mitglied im Beirat der Wissensplattform kubi-online. Mitglied des Beirats der Bundesstiftung Bauakademie.
Gastdozent*innen
Tatjana Blaar
Tatjana Blaar ist Diplom-Grafikdesignerin und selbständige Diplom Medienpädagogin. Ihre medienpädagogischen Schwerpunkte sind u.a. kreative, handlungsorientierte Medienarbeit mit Kindern (z.B. Film, Games, Making, Foto) und Themen wie Digitalisierung/Big Data/KI, die sie am liebsten ebenfalls handlungsorientiert z.B. in Form von Spielentwicklung aufgreift. Seit 2024 hat sie einen Lehrauftrag für die medienpädagogische Werkstatt an der HAW Hamburg. Sie ist Mitgründerin des Vereins „MoKiMedia Das mobile Kindermedienatelier Bremen“.
Barbara von Campe
Barbara von Campe absolvierte eine Tischlerlehre, studierte Innenarchitektur, Bauforschung und Denkmalpflege und sammelte Bauerfahrung bei Horst von Bassewitz. Sie arbeitet freiberuflich als Kulturvermittlerin und Kunstlehrkraft. Mit umfangreicher Erfahrung in Planung, Bildung und Vermittlung erforscht sie mit Studierenden und Schülern Leerstellen, Brüche und Grenzen in Raum, Zeit und Handlung. Ihre prozessorientierten Methoden umfassen analoge und digitale Techniken wie Zeichnen, Modellbau, Mapping und multimediales Storytelling.
Anita Fuchs
Anita Fuchs studierte Theatre – Scene Design/Scenic Art Studium (M.F.A.) an der Boston University (USA) und Szenischer Raum (M. A.) an der Technischen Universität zu Berlin. Seit 2020 ist sie zertifizierte Verhaltens- und Kommunikationstrainerin (Arbeit, Bildung u. Forschung e.V., Projekt Hari 4.0 FU Berlin) und Spielkulturpädagogin (Akademie der Kulturellen Bildung). Sie verfügt über 20-jährige internationale projektbezogene Erfahrung im Theater, in der musealen Kunstvermittlung und Szenografie sowie der Gestaltung von Lern- und Kommunikationsräumen und hat didaktische mobile Spielmodule und Koffer entwickelt.
Foto: Binh Truong
Jairo Gutiérrez Feut
Studium der Bildenden Kunst in Havanna und der Medienkunst in Köln. Während und nach seinem Studium nimmt er an Ausstellungen und Kunstfestivals sowohl in Kuba als auch im Ausland teil. Er organisiert mehrmals das Festival Arte Público für Kunst im öffentlichen Raum in Kuba mit und kuratiert die Gruppenausstellung „Deutschland ist eine weitere Karibikinsel“ in Bonn. 2009 gewann er den Preis für Video-Installationen beim Festival für Junge Künste und Literatur „Arte+2009“ in Havanna. Als Dozent führt er Kurse zu Zeichnung, Design, Video, Foto- und Audiobearbeitung durch und arbeitet sowohl mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.
Rubén Jódar
Rubén Jódar ist Architekt und Design-Build Pädagoge. Er erforscht, wie Gestaltung das soziale und ökologische Gefüge von Orten stärken kann, und realisiert seit über fünfzehn Jahren partizipative Projekte an der Schnittstelle von Architektur, Bildung und Gemeinschaft in Europa, Lateinamerika und Asien. Als Mitbegründer der Stiftung Freizeit entwickelt er mobile Lernräume, temporäre Installationen und experimentelle Architekturen, die öffentliche Räume neu denken. In seiner Lehrpraxis – an der TU Berlin und als Gastprofessor an der Hochschule Wismar – verbindet er akademische Ausbildung mit praktischer Umsetzung. Er studierte Architektur in Barcelona, Mendrisio und Tokio und arbeitete u. a. bei Peter Zumthor, Olafur Eliasson und Bruno Fioretti Marquez. Für seine Arbeit erhielt er mehrere internationale Auszeichnungen, zuletzt den International DesignBuildXchange Award 2024.
Hauke Schmidt
Hauke Schmidt ist selbständiger Tischlermeister in Köln. Er arbeitet als Praxisausbilder an mehreren Handwerkskammern und gibt dort Grund- und Maschinenkurse für Auszubildende des Tischlerhandwerks. Er ist Lehrbeauftragter für Möbelentwurf an der Peter Behrens School of Arts, der Architekturfakultät der Hochschule Düsseldorf und Workshopdozent bei diversen Anbietern. Zu der gesamten Bandbreite dieser Themengebiete betreibt er den YouTube-Kanal „Schwalbe und Zinken“.
Barbara von Jagow
Barbara von Jagow ist freie Kuratorin und Baukulturvermittlerin. Gleichzeitig arbeitet sie in der Koordinierungsstelle Kultureller Bildung im Kulturreferat der LH München. Sie machte 2005 ihr Diplom in Architektur an der Bauhaus Universität Weimar und ist außerdem gelernte Schreinerin. Neben Tätigkeiten in Architekturbüros war Barbara von Jagow Referentin für Bildung Kunst und Natur der Stiftung Nantesbuch gGmbH. Gemeinsam mit JAS – Jugend Architektur Stadt e.V. hat sie verschiedene Vorhaben baukultureller Bildung umgesetzt. Mittlerweile ist sie im Vorstand von JAS e.V. und initiiert immer noch gerne Projekte in Architektur, Stadt, Design und Landschaft.
Foto: Constanze Fruth Fotografie