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Der Fachbereich Theater und Systemische Theaterpädagogik bietet Weiterbildungen, mehrphasige Qualifizierungen und Einzelkurse zu Schwerpunktthemen des Theaters an. Diese richten sich an Menschen, die ihre künstlerischen und pädagogischen Kompetenzen erweitern und diese in ihren bestehenden Berufsalltag integrieren wollen. Mit der Qualifizierung „Theaterpädagogik BuT®“ richtet sich die Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW an all diejenigen, die eine qualifizierte Tätigkeit in einem Berufsfeld der Theaterpädagogik anstreben.

Systemische Theaterpädagogik

Handle stets so, dass du den Rahmen deiner Möglichkeiten erweiterst.“ Heinz von Foerster

Sie arbeiten in einem pädagogischen und/ oder im künstlerischen Bereich? Sie wissen um die gemeinschaftsstiftende und beglückende Wirkung von Theater? Sie wollen Gruppen ins Spiel bringen? Sie möchten Kinder, Jugendliche oder Erwachsene zum Theaterspiel verführen?

Der in Deutschland einmalige Schwerpunkt „Systemische Theaterpädagogik“ qualifiziert Sie nicht nur für die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in diversen theaterpädagogischen Berufs- und Handlungsfeldern, sondern vermittelt Ihnen außerdem Fachwissen und Methoden des systemischen Denkens und Handelns. Erweitern Sie Ihren Blick und begeben Sie sich in lebendige und spielerische Lehrund Lernprozesse, die neugierig machen!

Systemische Theaterpädagogik

    • bezieht sich sowohl künstlerisch als auch pädagogisch, mittelbar wie unmittelbar auf systemische Prinzipien, systemisches Denken und Handeln;
    • nutzt die Formen und Möglichkeiten des Theaters, um ästhetische und soziale Entwicklungs- und Lernprozesse partizipativ anzuregen;
    • berücksichtigt, dass jeder Mensch Teil eines Systems ist, das ihn beeinflusst und umgekehrt. Im Zentrum stehen Wechselwirkungen, Interaktionen und Zirkularität;
    • akzeptiert unterschiedliche Wirklichkeiten – sowohl auf als auch jenseits der Bühne. Das beinhaltet, dass Wirklichkeiten sowohl konstruiert als auch dekonstruiert werden können;
    • fördert experimentelle Suchprozesse und meidet endgültige Zuschreibungen;
    • erlaubt Umwege, Irritationen und Scheitern als produktive Verunsicherung;
    • richtet das Augenmerk auf Ressourcen und Kompetenzen aller Beteiligten (Einzelne, Gruppe, Theaterpädagog*in);
    • ermöglicht Selbstverantwortung aller Beteiligten – die Theaterpädagog*in ist nicht allein für einen Prozess verantwortlich. Das beinhaltet, dass die Definitions- und Deutungshoheiten (z. B. von Gelingen und auch von Rollen und Szenen) bei allen am jeweiligen System Beteiligten liegen;
    • stellt theatrale Mittel (Methoden, Techniken, Ansätze) zur Verfügung, um einen offenen Lern- und Erkenntnisprozess zu initiieren.